Lurup: Pläne für Schulneubau bereits überholt?

Schulleiter Joachim Hinz hält die Neubaupläne für den Zweitsitz der Stadtteilschule Lurup Am Altonaer Volkspark „von vornherein für zu klein“. Foto: rs
Hamburg: Stadtteilschule Lurup |

Joachim Hinz, der Leiter der Stadtteilschule Lurup, warnt: Gebäude wird zu klein gebaut

von Reinhard Schwarz

Wenn Joachim Hinz während der großen Pause über das Gelände der Stadtteilschule Lurup hastet, grüßen ihn die Schüler freudig. Wenn er jedoch in sein Büro zurückkommt, sind die Sorgen wieder da: Was wird aus der Stadtteilschule Lurup? Eine scheinbar klare Antwort bietet da der neue Schulentwicklungsplan. Dort heißt es: Die Stadtteilschule Lurup wird an den Schulstandorten Luruper Hauptstraße und Vorhornweg mit insgesamt fünf Parallelklassen („Zügen“) in den Klassen 5. bis 10. und bis zu zwei Zügen in der Oberstufe geführt.
Da der Platz nicht ausreicht, sollen die Gebäude am Vorhornweg abgerissen und einem größeren Neubau weichen. Doch die Planungen sehen nicht genügend Klassen vor, warnt Joachim Hinz. „Im Moment sind unsere Klassen 7 und 8 schon sechszügig.“ Schon im vergangenen Jahr habe die Schule keine neuen Schüler mehr aufnehmen können. Joachim Hinz befürchtet, dass der Neubau zu klein konzipiert wird: „Das finden wir nicht in Ordnung.“
Doch es gibt noch weitere Probleme. Joachim Hinz hätte gerne eine Schule an nur einem Standort im Stadtteil. Der Grund: „Wir planen eine Art Wissenszentrum für den Stadtteil.“ Die Schule arbeite bereits jetzt mit zahlreichen Trägern im Stadtteil zusammen, eine „Außenstelle“ am Vorhornweg – ab vom Schuss – wäre da nicht förderlich. Daher wird aktuell immer noch diskutiert, auf das Gelände der gegenüber liegenden Firma Hermes zu gehen. Die Hermes-Gebäude werden zum Teil abgerissen, um dort Wohnungen zu bauen. Die Wohnungen – so Hinz – könnten aber auch ebenso gut am Vorhornweg entstehen.
Das Thema wird offenbar auch in der Schulbehörde debattiert und hat Eingang gefunden in den Schulentwicklungsplan. Dort heißt es vielsagend: „Sollte sich kurzfristig eine Perspektive zur Nutzung des ‚Hermes’-Gelände ergeben, wird diese Planung noch einmal überprüft.“ Als ein weiteres Argument für den Hermes-Standort gibt Hinz zu bedenken: „Wenn die Gebäude am Vorhornweg abgerissen werden, wo sollen denn während der Bauphase die Kinder hin?“ Werde auf dem Hermes-Gelände gebaut, entstände dieses Problem gar nicht erst.
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