Lurup: Neue Ampel soll Blinden helfen – aber sie bleibt stumm

Udo Schult steht die Enttäuschung über das Nichtfunktionieren der Akustikampel im Gesicht geschieben. (Foto: ww)
Hamburg: Lurup |

Softwareprobleme lassen Akustikampeln nicht funktionieren

von Wolfgang Westphal
Stolz griff Udo Schult, Sprecher der Luruper Verkehrs AG, an den Taster der Ampel an der Elbgaustraße/Rugenbarg. Dort ist ein Knopf, der eigentlich ein akustisches Signal, eine Art Pfeifton, auslösen soll. Dadurch soll Blinden und Sehbehinderten signalisiert werden, dass die Fußgängerampel „grün“ zeigt, und sie die Elbgaustraße überqueren können. Doch es geschah nichts.
Trotz mehrmaliger Versuche von Udo Schult – auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite – war kein Pieps zu hören. Es stellte sich heraus, dass Vattenfall die 15.000 Euro teure Anlage samt Lautsprechern zwar installiert hat, es aber Probleme mit der Software gibt. Die sollen demnächst behoben werden.
So konnte Udo Schult die Errungenschaft der Verkehrs AG erst einmal nicht demonstrieren. Die Luruper Verkehrs AG bemüht sich seit Jahren um Verbesserungen für Blinde und Sehbehinderte im Straßenverkehr. Sie hat bislang erreicht, dass in der Luruper Hauptstraße alle Fußgängerampeln von der Trabrennbahn bis zum Schenefelder Platz mit diesen speziellen Tastern ausgestattet wurden – außer der Kreuzung Elbgaustraße/Luruper Hauptstraße.
Udo Schult: „Diese Lücke sollte nun geschlossen werden, damit Blinde und Sehbehinderte an dieser Kreuzung alle vier Bushaltestellen gefahrlos erreichen können. Deshalb wurden zwei der vier Überwege dieser Kreuzung, die die vier Bushaltestellen verbinden, mit speziellen Tastern ausgerüstet.“
Besonders die separate Grünphase für abbiegende Autos aus der Luruper Hauptstraße in die Elbgaustraße machte das Überqueren der Kreuzung so gefährlich. Das sollte nun vorbei sein, denn jetzt sollten die Fahrbahnen von der Deutschen Bank zur gegenüberliegenden Hermes-Seite und von dort auf die Seite von PIT-STOP ohne Risiko überquert werden.
Die Haltestelle Rugenbarg (Nord), die als Umsteigeknoten dient und von den Metrobuslinien 2 und 22, der Schnellbuslinie 39 und der Stadtbuslinie 186 angefahren wird, kann nun auch von Blinden und Sehbehinderten gefahrlos erreicht werden – wenn die Ampel-Anlage funktioniert.
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