Lurup hat drei „Superklassen“

„Gebt uns eine Chance, lieber jetzt als morgen, nicht ewig für uns sorgen“: Auch diese Zeilen sangen Schüler der 6b der Schule Langbargheide vor fast 100 Besuchern des Luruper Forums. Sie protestierten damit gegen hohen Leistungsdruck für Schüler. Foto: da
Hamburg: Stadtteilschule Lurup |

Schüler stellten das Projekt auf dem Luruper Forum vor

Ob auf einer Bierflasche, auf der „Bild“-Titelseite oder auf dem Bildschirm eines Laptops – plötzlich tauchen Jungen und Mädchen auf und singen: „Elternliebe wollen wir! Kommt schon ... gebt sie her!“ Eindringlich die Texte, die Musik und die Bilder, die das Musikvideo der Klasse 7c der Stadtteilschule Lurup vermittelt. Die Botschaft der Schüler ist eindeutig: Sie wollen keine Eltern, die nur um sich selbst kreisen – sie wollen die Liebe ihrer Eltern. Das Video, aber auch der Liveauftritt der Schüler in der Stadtteilschule, gehörten zu den Höhepunkten des
Luruper Forums.
Umjubelt waren auch die Auftritte der Schüler der Klasse 6b der Langbargheide, die angesichts des Leistungsdrucks in der Schule mit viel Einfühlungsvermögen fordern: „Gebt uns eine Chance“. Auf der Bühne wechselten sie dabei zwischen Ballade, Hip-Hop und Breakdance. Und die Kids der 6b der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule bitten zu coolen Gitarrenriffs, statt Schreie und Vorwürfe ihrer Eltern zu hören, um „Vertrauen“.
Alle drei Superklassen hatten auf eigene Art die zentrale Fragestellung des Projektes beantwortet: „Was brauche ich für ein gesundes Leben?“ Träger des Projektes ist das Stadtteilhaus Lurup, unterstützt wurde das Vorhaben von der Gesundheitsbehörde, der Techniker Krankenkasse und der Saga/GWG.
Projektkoordinatorin Anntte Quinton sowie Ehemann und Musikproduzent Neil Quinton bekamen aufgrund ihres großes Engagements von Schülern ein Album geschenkt. In diesem hatten die Kids ihre persönlichen Erlebnisse während des mehrmonatigen Projektes beschrieben, das auch Aufnahmen in einem professionellen Musikstudio sowie diverse Dreharbeiten für zwei Videoclips umfasste.
„Das Projekt hat viel Spaß gemacht“, bilanzierte auch die 13-Jährige Isabella. Und ihre Schwester Veronika Mandelli (18) wusste es zu schätzen, „das auch reale Probleme, wie Vernachlässigung durch Eltern“, bearbeitet wurden.
Maria und Arooj (beide 12) waren derweil erleichtert. Schließlich hatten die Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule befürchtet, dass ihr Video vielleicht nicht so recht gelungen sei. „Aber“, lächelt Maria, „das Video ist toll geworden!“

Songs und Videos im Internet
Die drei Gesundheitssongs können unter www.projektsuperklasse.de im Internet gehört werden, dort finden Interessierte auch die Videoclips.
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