Lebenshilfe Schenefeld: Insolvenz und Neustart

„Da geht’s lang“! Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Schenefeld Christine Heins und Michael Behrens von der Lebenshilfe Pinneberg sehen mit der Idee einer gemeinsamen gGmbH zuversichtlich in die Zukunft.

Zukunftsplan: Enge Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Pinneberg.

Von Connie Neumann und Christiane Handke.
Schlechte und gute Neuigkeiten von der Lebenshilfe Schenefeld. Die gute zuerst: Der Ortsverband Lebenshilfe Schenefeld wird nicht aus dem Landesverband ausgeschlossen. Der Schenefelder Vorstandsvorsitzenden Christine Heins, erst seit wenigen Monaten im Amt, ist die Erleichterung anzumerken: „Die Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Lebenshilfe in Neumünster hat entschieden, dass das Ausschlussverfahren gegen uns vom Tisch ist“. Grund für den drohenden Ausschluss waren Missstände und andauernde Querelen im Ortsverband Schenefeld.
Nun soll aufgeräumt und wieder Boden unter den Füßen gewonnen werden. Und damit zur schlechten Nachricht: Für die gemeinnützige gGmbH des Vereins, die unter anderem die Gärtnerei betreibt, musste Insolvenz angemeldet werden. Insolvenzverwalter ist der im Sozialwesen beschlagene Rechtsanwalt Dr. Tjark Thies.
Hilfe aus den eigenen Reihen gibt es auch: Um ihrem Betrieb wieder auf die Beine zu helfen, haben 134 Mitarbeiter eingewilligt, auf ein Drittel der drei kommenden Weihnachtsgelder zu verzichten.
Jahrelang hat der Verein Lebenshilfe die gGmbH finanziell unterstützt. Doch nun ist der Verein nicht mehr flüssig. Folge: Der gemeinnützige Betrieb, zu dem neben der Gärtnerei auch eine Keramikwerkstatt gehörte, ist zahlungsunfähig.
Da hilft es nicht, dass der Verein wertvolle Immobilien besitzt. „Was Immobilien betrifft, sind wir sozusagen steinreich“, berichtet die Vorstandsvorsitzende. Einige Immobilien sollen nun verkauft werden.
Eine neue gGmbH ist geplant. Gegründet werden soll sie gemeinsam mit der Lebenshilfe Pinneberg. Pinnebergs Geschäftsführer Michael Behrens macht mit:  „Beide Lebenshilfen leisten tolle Arbeit“, versichert er. Für alle Beteiligten steht im Vordergrund, dass die 60 Betreuten ihre Arbeitsplätze behalten können und rund um das Thema „Lebenshilfe“ endlich Ruhe einkehrt.
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