Kindergarten-Wechsel sorgt für Kritik

Zahlreiche Eltern, deren Kinder die Kita des SV Lurup am Böverstland 38 besuchen, waren zur Info-Veranstaltung in das Stadtteilhaus Lurup gekommen. Fotos: rs
Hamburg: Stadtteilhaus Lurup |

„Böv 38“ kündigt dem SV Lurup – für eigenen Bewegungskindergarten

von Reinhard Schwarz

Diese Nachricht hat Eltern und Erzieher verunsichert – der Kindergarten des SV Lurup am Böverstland 38 soll geschlossen werden. Der Eigentümer des Hauses, der Verein „Böv 38“, hat dem SV Lurup gekündigt: Böv 38 will dort einen eigenen Bewegungskindergarten gründen, der ab 1. Januar 2013 seine Arbeit aufnimmt. Eine schwierige Situation für die bisherigen sechs Betreuer und die Eltern. Jüngst stellte Margret Roddis, Geschäftsführerin des Stadtteilhauses Lurup, in dessen Räumen das Konzept des neuen Bewegungskindergartens vor.
„Geborgenheit in Selbstbestimmung“ – so lautet eine Maxime des neuen Bewegungskindergartens. Die künftige Kita verfolgt einen sogenannten „psychomotorischen Ansatz, verbunden mit dem Recht auf Raum, Zeit und eigenem Rhythmus für die Kinder“, erläuterte die Pädagogin Roddis. Gegen diese Ziele und Werte erhob sich grundsätzlich kein Widerspruch. Für Kritik sorgen die Umstände der Kündigung der Räume und des Umgangs mit den Mitarbeitern, die ab 1. Januar 2013 ohne Job sein könnten. „Ich habe den Eindruck, dass Böv 38 nicht mit dem Gesamtteam gesprochen hat“, erklärte eine Mitarbeiterin der Kita des Sportvereins. „Warum findet kein Gespräch in der großen Runde statt?“
„Wir haben versucht, mit allen zu reden“, antwortete Margret Roddis. „Wir haben mit allen an einem Tisch gesessen.“ Ein Mitarbeiter der Kita des SV Lurup sei allerdings krank gewesen. Nach Auskunft von Werner Oldag, Vorsitzender des SVL, werde ein Mitarbeiter zur zweiten Kita des Sportvereins wechseln. Der Verein hatte die Kita „Flurspatz“ 2011 an der Flurstraße 7 neu eröffnet. Drei Mitarbeiter sollen Oldag zufolge zur geplanten Kita von Böv 38 gehen. „Eine Vollzeit- und eine Teilzeitkraft haben meines Wissens noch keinen neuen Job.“
Doch auch die Eltern der rund 40 Kinder der Böverstland-Kita zeigten sich verunsichert. „Für mich war das ein Schock“, sagte eine Mutter zu ihrer ersten Reaktion. Die Sorgen seien jedoch unbegründet, erklärte Margret Roddis: Eltern der Kita-Kinder am Böverstland haben demnach eine Mitteilung erhalten, wonach sie bis 30. März ihre Kinder vorrangig bei dem neuen Bewegungskindergarten anmelden können. Auch danach seien „selbstverständlich“ noch Anmeldungen möglich.
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