Gut Radfahren – wie gehts?

Radwege oder Fahrstreifen auf der Straße: Hamburgs Senat will mehr Bürger dazu bringen, aufs Fahrrad umzusteigen.

Hamburg will Wege und Routen ausbauen – was sich in Lurup und Eidelstedt verbessern muss

Die Stadt Hamburg will mehr Bürger dazu bewegen, aufs Fahrrad umzusteigen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist konkret geplant?
Die sogenannten Velorouten durch Hamburg sollen bis 2020 fertig werden, manche davon sind bisher nur abschnittsweise gebaut. Das sind Strecken abseits von Hauptverkehrsstraßen, Radler fahren hier teils auf eigenen Wegen, teils auf der Straße. Von Eidelstedt führt zum Beispiel die Route 2 über Stellingen und Eimsbüttel bis in die Innenstadt. Vom Osdorfer Born aus verläuft über Lurup, Groß Flottbek und Othmarschen die Route 1 in die City. Zudem führt Route 14 ringförmig von Othmarschen durch Lurup und Eidelstedt weiter in den Hamburger Osten. Was hier verbessert wird, ist bisher unklar.

Gibt es dafür mehr Geld?

Vermutlich, eine Summe für die einzelnen Bezirke steht aber noch nicht fest. Bis 2018 will der Senat hamburgweit 33 Millionen Euro investieren, das Geld wird unter anderem auf die Bezirke aufgeteilt. Zudem soll es mehr Personal in den Bauabteilungen geben.

Was wird noch gemacht?
Vorgesehen sind ebenfalls weitere Stadtrad-Stationen (günstige Leihräder), Abstellmöglichkeiten an Bahn-Stationen und mehr Abstellbügel für Drahtesel in den Vierteln. Das Problem: In Sachen Stadtrad gingen äußere Stadtteile wie Lurup oder Eidelstedt bisher leer aus. Forderungen nach Stationen – etwa am S-Bahnhof Elbgaustraße – hatten keinen Erfolg.

Was sagen Radverbände?
„Die Anbindung über die Velorouten und das Bezirksroutennetz ist gerade für Stadtteile wie Eidelstedt oder Lurup sehr wichtig“, betont ADFC-Sprecher Dirk Lau. Die Zahl der Radfahrer sei dort noch geringer als im Kerngebiet, weil es an der Radinfrastruktur mangele. Stattdessen stehen oft noch ausreichend Kfz-Parkplätze und freie Straßen für Autofahrer zur Verfügung. Für Lau sind zudem Verbesserungen auf Hauptverkehrsstraßen wichtig. „Gerade angesichts des neuerlichen Unfalls an der Kieler Straße / Wördemanns Weg müssen Hamburgs Hauptstraßen sicherer für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer gemacht werden.“

Was ist besser: Radautobahn oder Bummelwege?

Viele Menschen in äußeren Stadtteilen nutzen das Auto, um Bahn-Stationen zu erreichen und in die Innenstadt zu fahren. Macht es da nicht Sinn, die Radwege zu S-Bahnen zu verbessern und so Menschen zum Umsteigen zu bewegen? ADFC-Sprecher Dirk Lau befürwortet das. Aber: „Es wird auch weiterhin eine steigende Zahl von Radfahrern geben, die größere Strecken nur mit dem Fahrrad zurücklegen möchten – gerade auch mit Pedelecs (Räder mit zusätzlichem Elektromotor, Anm. d. Red.). Hier muss das Projekt der Radschnellwege konsequent vorangetrieben werden“, fordert Lau. Also: Bummelweg zu Bahn-Stationen und schnelle Wege in die City.

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Stichwort „Radwege Eidelstedt“
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Betreff: Radwege Eidelstedt
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