Großer Umbau – kleiner Nutzen?

Ein- und Umsteigen am Eidelstedter Platz: Die Planer wollen die Busse flotter machen, indem Hindernisse auf den Straßen abgebaut werden. Doch über Details gehen in Eidelstedt die Meinungen auseinander.

Eidelstedter Platz: Streit um Umbauten an Busspuren.

Von Reinhard Schwarz.
Im Frühjahr 2014 soll der Umbau des Eidelstedter Platzes beginnen, über Details streiten sich Kommunalpolitiker und Bürger. Die CDU und viele Bürger at-
tackierten die Pläne für das sogenannte Busbeschleunigungsprogramm – SPD, Grüne und Linke verteidigten das Projekt.
Was ist geplant? Auf vier Bauphasen müssen sich Anwohner, Autofahrer und HVV-Kunden einstellen, erläuterte Planerin Constanze Zörner im jüngensten Regionalausschuss in Eidelstedt. „Jede Bauphase dauert vier bis fünf Wochen, Beginn ist Mitte März 2014.“ Während der Bauphase I werden die Ostseite der Holsteiner Chaussee, der Rungwisch sowie die Einmündung Elbgaustraße/Kieler Straße umgebaut. Für Unmut sorgte die Mitteilung, dass während der Bauarbeiten am Rungwisch die Wohnstraßen Oortskamp und Wiebischenkamp als Umleitung herhalten müssen.
Als weitere Neuigkeit verkündete Zörner, dass der Taxenstand nahe dem Busbahnhof nun doch nicht verlegt wird. Stattdessen wird die Taxi-Zeile vor Ort nahe der Einmündung Ekenknick verbleiben. Allerdings sollen die Wagen dann nicht mehr in Doppelreihen stehen. Zusätzlich ist ein weiterer Taxenstand am AKN-Bahnhof Eidelstedt-Zentrum geplant.
Kritik gibt es vor allem an zwei Details der Planungen: Ein Fußgängerüberweg über die Kieler Straße in Höhe des Eidelstedt Centers soll wegfallen. Zudem soll es nicht mehr möglich sein, von der Eidelstedter Dorfstraße nach links in die Kieler Straße abzubiegen.
Die CDU hatte 200 Unterschriften gegen die Ampelaufhebung gesammelt. „Bis heute hat mir keiner erklären können, welchen Nutzen diese Planung hat und um wie viel Sekunden der Bus schneller sein wird“, giftete CDU-Verkehrsexperte Hans-Hinrich Brunck-horst in Richtung SPD. Deren Verkehrsexperte Peter Schreiber entgegnete: „Zukünftig muss der Busfahrer beim Abbiegen von der Kieler Straße in den Busbahnhof nicht mehr auf den Gegenverkehr aus Richtung Holsteiner Chaussee achten, sondern kann sich voll auf die Fußgänger konzentrieren.“
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