Gesucht: Paten für Kirchturm

Mit Nudeln, einem „Klingelturm“ (l.) sowie vielen Paten will Pastorin Britta Goerke, gemeinsam mit den Aktiven der Gemeinde „Zu den zwölf Aposteln“, rund 100.000 Euro an Spenden zusammenbringen. Das Spendenbarometer (r.) zeigt an, wie viel Geld bereits für die Sanierung des Kirchturms gesammelt wurde – ein roter Ziegelstein entspricht 100 Euro. Foto: da
Hamburg: Kirche "Zu den Zwölf Aposteln" |

„Zu den Zwölf Aposteln“: Spendenaktion für das marode Bauwerk

Der markante Turm der Kirche „Zu den zwölf Aposteln“ hat sich sich vor Kurzem dank Miniaturen verdreifacht, seine vier Glocken aber haben sich – wie das Brot im Matthäus-Evangelium – geradezu unendlich vermehrt. Und zwar als farbige Hartweizennudeln. Zu 250 Gramm verpackt soll deren Verkauf dazu beitragen, ein Mega-Projekt der Gemeinde zu finanzieren: Der 32 Meter hohe Kirchturm soll saniert werden. Hierfür brauchen die Gläubigen eine beachtliche Summe – rund 100.000 Euro.
„Der Kirchturm ist in einem desolaten Zustand“, weiß Pastorin Britta Goerke. „Die Betonkonstruktion ist an vielen Stellen bröckelig, Schrauben und Muttern haben sich teilweise gelöst.“ Bereits jetzt ist das 1958 errichtete Bauwerk von einem Metallzaun umgeben, bald soll der ganze Turm in ein Gerüst kommen. Wenn eine Renovierung mangels Geld aber scheitern sollte, droht der Abriss.
Das soll verhindert werden, und zwar, so Pastorin Goerke, mit einem „Dreischritt“, der bis Ende nächsten Jahres dauert. Zunächst soll der Verkauf der Nudelpackungen zu 3,50 Euro Geld in die klamme Kirchenkasse spülen – und für Gaumenfreuden sorgen: „Die Nudeln schmecken gut“, lobt Pastorin Goerke.
Die Gemeinde wirbt auch um Spenden. Kleinere Beträge können Spender in einen „Klingelturm“ werfen, welcher der Kirchenkonstruktion nachempfunden ist – einschließlich der Lamellen unter der Turmspitze. Die aber spielen in der Spendenaktion eine zentrale Rolle.
Für die Lamellen sucht die Gemeinde Paten. Sponsoren spenden 100 Euro und werden dann, nach Ende der Renovierung, namentlich auf einer Metallplatte verzeichnet.
Pastorin Goerke hofft auf Spender auch aus eher kirchenfernen Kreisen, vor allem aber von Gemeindemitgliedern: „Ein Kirchturm ist ein Wahrzeichen für lebendigen Glauben mitten im Stadtteil – er ragt in den Himmel.“ Ob sich ihre Hoffnung auf viele Spender erfüllt, zeigt auch ein „Spendenbarometer“: Dieses ist rund 1,40 Meter groß, leuchtet von innen und ist dem Turm nachempfunden. Pro gespendeten 100 Euro wird ein Ziegelstein auf den Turm gezeichnet. Derzeit ist noch sehr viel Platz auf der Konstruktion, auch „Turmbarometer“ genannt, vorhanden.

Kontakt für Spender
Die „Glocken-Nudeln“ werden nach den Gottesdiensten in der Kirche „Zu den Zwölf Aposteln“, Elbgaustraße 138, verkauft. Zudem können Interessierte die Nudeln prinzipiell auf den Flohmärkten in den Elbgau-Passagen, an jedem ersten Sonnabend im Monat, erwerben.
Wer Pate werden will, ruft Pastorin Britta Goerke an: Tel. 84 05 81 60.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.