Gemeinsam den fliegenden, „inklusiven“ Teppich knüpfen

Der Leiter des Quartiersentwicklungsprojektes Q8, Gerd Nodorp (hinten stehend) hält die Fäden in der Hand. An einer Zusammenarbeit sind unter anderem interessiert: Rolf Wagner vom Stadtteilhaus Lurup, Ulrike Kloiber von der Kita Moorwisch, Susanne Matzen-Krüger von der Schule Langbargheide sowie dem Bildungshaus Lurup, Tabea-Heimleiter Jörg Kienast sowie Kerstin Radtke-Scheffler und Klaus Canzler von der Alsterdorfer Assistenz West (v. l.). Foto: cn
Hamburg: Q8-Büro |

Gerd Nodorp vom „Q8-Büro“ will allen Lurupern partnerschaftliche Teilhabe ermöglichen

von Connie Neumann

Inklusion – ein recht neu anmutendes Wort, welches immer häufiger zu hören ist. Es bedeutet Einbeziehung – aber auch, Teilhabe von einzelnen an einer Gemeinschaft zu ermöglichen. Gerd Nodorp beschäftigt sich seit Monaten in Lurup mit diesem Thema. Er wertete Daten im Stadtteil aus, stellte sich den unterschiedlichen Institutionen und Einrichtungen in der Umgebung vor und richtete im Auftrag der Stiftung Alsterdorf sein „Q8-Büro“ am Lüttkamp 34 ein. Das wurde jüngst eröffnet.
Q8 steht für acht Quartiere Hamburgs, in denen das Projekt bereits begonnen hat. Obendrein bezieht sich Q8 auf acht verschiedene Lebensbereiche: von Wohnen und Service über Bildung, Arbeit, Religion und Gesundheit bis hin zur lokalen Ökonomie und Kommunikation. Aus all’ diesen Bereichen sollen Menschen übergreifend einbezogen werden, sich im Stadtteil zu engagieren. Ob groß oder klein, mit oder ohne Behinderung, gleich welcher Konfession oder Herkunft – niemand soll ausgeschlossen werden.
Gerd Nodorps Aufgabe besteht darin, Akteure aus dem Stadtteil zusammenzubringen, ohne eine bestimmt Zielgruppe zu bevorzugen. Bürger sind ebenso gefragt, wie Unternehmen und Institutionen. „Wie das Q in der deutschen Sprache meist ohne der U nicht auskommt, so wollen wir auch gemeinsam mehr erreichen“, lädt er zu Arbeitsgruppen ein. „Wie bei einem Patchworkteppich bringt jeder ein Stück mit. Nur wenn die einzelnen Teile fest verknüpft werden, kann der Teppich fliegen“, erläutert der Sozialpädagoge das Vorhaben, Lurup zu einem sogenannten inklusiven Stadtteil zu machen.
„Das Zusammenleben ohne Ausgrenzung funktioniert erst, wenn Bürger, Kaufleute, Politiker, Institutionen und Vereine partnerschaftlich zusammenarbeiten“, hat sich Q8 auf die Fahne geschrieben.
Gerd Nodorp ist überzeugt davon, dass die Strukturen in Lurup geeignete Chancen zur Vernetzung der einzelnen Einrichtungen bieten. Ziel ist es, dass die vielen Potentiale sich gegenseitig ergänzen und unterstützen und schließlich alle von der übergreifenden Zusammenarbeit profitieren können.
Das Projekt Q8 ist bis 2013 befristet. Kontakt unter Tel. 0173 / 244 43 57.
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