Flüchtlinge bringen Lurup in Bewegung

Auftakt zur frewilligen Flüchtlingsunterstützung in Lurup in der Auferstehungskirche am 12.10.
 
Ideen und Ressourcen werden gesammelt
Rund 200 Menschen fanden sich am Montag, 12.10., in der Auferstehungskirche zu einem ersten Treffen für freiwillige Flüchtlingsunterstützung in Lurup ein. Vier Tage zuvor hatte am gleichen Ort die Anwohner-Information der Bezirksversammlung stattgefunden, in der viele kritische Stimmen zu hören waren, insbesondere zur unausgewogenen Verteilung der Großunterkünfte in den Stadtteilen des Bezirks.

Am Montag ging es darum, Ideen und Ressourcen von Einzelpersonen und Institutionen aus Lurup zur Flüchtlingsunterstützung zusammenzutragen. Pastor Martin Goetz-Schuirmann fasste zu Beginn den Informationsstand zur geplanten Unterbringung zusammen. Anders als bislang angenommen soll nun keine Erstaufnahmeeinrichtung, sondern eine Folgeunterbringung am Parkplatz Grün/Luruper Hauptstraße entstehen. Somit können sich die Menschen in Lurup auf neue Nachbar*innen einstellen, die für mehrere Jahre im Stadtteil wohnen werden. Projekte zur Unterstützung sollten eine Integration in den Stadtteil fördern und an verschiedenen Standorten von Luruper Institutionen angeboten werden neben Angeboten in der Folgeunterbringung. Ende November sollen die ersten 450 Bewohner*innen einziehen, weitere 450 sollen im Januar folgen.

Mitglieder der Initiative Refugees-Welcome-Karolinenviertel berichteten, wie sie die Flüchtlingsunterstützung in den Messehallen organisiert haben. Vom Bezirksamt stellten sich Monika Brakhage, zuständig für Sozialraummanagement und Lars Schmidt-von Koss, neuer Koordinator für ehrenamtliche Flüchtlingsunterstützung in Altona, vor. Auch der Bereichsleiter des Betreibers der Folgeunterbringung an der Luruper Hauptstraße, Torsten Grube, sowie die Koordinatorin für ehrenamtliche Arbeit bei „Fördern und Wohnen“, Birte Elbing, stellten ihre Arbeit vor.

Dann kam es zum Herzstück der Veranstaltung. Sabine Tengeler vom Stadtteilhaus führte durch den Prozess einer „Ideen- und Ressourcen-Werkstatt“, in der sich die Teilnehmer*innen an die Arbeit machten. Ideen für Projekte wurden formuliert, Mitwirkende schlossen sich an und es fanden sich Menschen, die Projekte „hüten“. Institutionen benannten räumliche Ressourcen, und Teilnehmende schrieben ihre Kompetenzen auf, die sie einbringen können. Daraus entstand ein großer Pool an Unterstützungsmöglichkeiten. Mehr als 20 Arbeitsgruppen formierten sich bereits an diesem Abend: Vom Sprachcafé über Beratung und Begleitung zu Behörden hin zu unterschiedlichsten Kreativangeboten. Die Vorbereitenden der Veranstaltung waren beglückt, was sich an diesem Abend ereignete, an dem die Luruper*innen ihr Herz weit öffneten, und sind voller Zuversicht für den Fortgang der Initiative „Willkommen in Lurup“. Auch eine Organisationsgruppe für die Luruper Flüchtlingsunterstützung bildete sich an dem Abend.

Der nächste öffentliche Schritt nach der Auswertung all der Informationen wird das Treffen des Luruper Forums am Mittwoch, 28.10., um 19.00 Uhr im Stadtteilhaus Böversland 38 sein. Dort wird an dem Netzwerk für Flüchtlinge weitergestrickt werden. Alle Menschen aus Lurup sind herzlich eingeladen, daran mitzuwirken. Auch dort werden erstmal Ideen und Möglichkeiten für Angebote entwickelt. Und dann werden wir als Luruper*innen in der Begegnung mit den neuen Nachbar*innen aus aller Welt erleben, was sie brauchen und was sie wünschen an Aktivitäten und auch Unterstützungsangeboten.

Bis dahin können sich alle Interessierten schon auf der Internetseite www.unser-lurup.de informieren und auch Kontakt aufnehmen zu Arbeitsgruppen der Flüchtlingsunterstützung, wenn sie hier mitwirken möchten.
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