„Eins auf die Fresse?“

Jungschauspielerinnen der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule: Alexandra (15), Madia (12), Annika (13) und Jessica (12, v.l.). Foto: zie
Hamburg: Stadtteilschule Lurup, Standort Vorhornweg |

Schüler drehen Film zur Gewalt- und Suchtprävention

Heidrun Zierahn, Lurup
Wie gehen 12- bis 15-jährige Jugendliche mit Stress, Frustration und Angst um? Ein Filmprojekt an der Stadtteilschule Lurup und der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule ermöglichte allen 240 Schülern der siebten Klassen, ihre ganz persönlichen Erfahrungen von ausgeübter und erlittener Gewalt in Szene zu setzen. Eine Aufführung des Theaters „Sehnsucht" zum Thema Gewalt vor allen siebten Klassen beider Stadtteilschulen, mit Diskussionen, bildete den Auftakt zu den Kursen „Filmprojekt". Nach neun Monaten Arbeit führten die Gruppen ihre Werke über Mobbing und Liebe vor.
Rund 20 Siebtklässler hatten mit großem Engagement an den Filmprojekten mitgearbeitet, einige kamen sogar sonnabends in die Schule. Drehbuch, Kameraeinstellungen bis zum Schnitt: Alles wurde von Schülern in ihrer Freizeit selbst gestaltet. Den Darstellerinnen Alexandra (15), Madia (12), Annika (13) und Jessica (12) hat es gut gefallen: „Wir sind viel offener geworden, auch selbstbewusster."
Ursula Przybylla, Sozialpädagogin an der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule, verfolgt das Ziel, Teamarbeit einzuüben: „Wir wollten, dass die Schüler über eine längere Zeit an einer Sache dranbleiben und durchhalten.“
Die stellvertretende Schulleiterin der Stadtteilschule Lurup, Babette Dembski, stellt begeistert fest: „Einige Schüler sind merklich ein Stück erwachsener geworden durch das Projekt. Das hat sicher auch ihre Zivilcourage gestärkt.“

Initiative des „Runden Tisch Gesundheitsförderung“
Initiator des Schulprojektes war der „Runde Tisch Gesundheitsförderung Lurup". „Ziel des Filmprojekts ist Gewalt- und Suchtprävention bei Jugendlichen“, erklärt Sabine Tengeler. Das Projekt, dessen Gesamtkosten 17.000 Euro betragen, wurde von der Margot und Ernst Noack-Stiftung, der Techniker Krankenkasse und dem Luruper Forum gefördert. ZIE
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