„Einfach so“ 100 geworden

Der Ehrenplatz von Jubilarin Gertrud Todt war mit einem Blumenkranz geschmückt.

Gertrud Todt feierte ihren Jahrhundert-Geburtstag mit Familie und Freunden.

Von Michaela Conrad.
Gertrud Todt ist zurzeit die älteste Bürgerin Schenefelds. Bei strahlendem Wetter feierte sie im Kreise ihrer Familie, mit Freunden und Bekannten ihren 100. Geburtstag. Einige Gäste reisten aus der Schweiz an. Bürgermeisterin Christiane Küchenhof brachte Blumen und eine Urkunde ins Dorfcafé mit. Fast 75 Jahre lebt „Tante Trudel“, wie die Jubilarin liebevoll genannt wird, in Schenefeld.
Geboren wurde sie im Mecklenburger Land als viertes von neun Geschwistern. „Ich war immer mehr Junge als Mädchen“, erinnert sich die 100-Jährige, der das Alter nicht anzumerken ist. Da sie als Jugendliche mehr Zeit mit Jungs verbrachte, als mit Mädchen, dachten alle, „dass ich „was“ ins Haus bringen würde“, wie sie es ausdrückt. Doch damit wartete Gertrude, bis sie verheiratet war. Während eines ihrer zahlreichen Besuche bei ihrer Tante in Schenefeld, lernte sie ihren Mann Harry kennen und blieb der Liebe wegen. 1937 wurde in Mecklenburg Hochzeit gefeiert, ein Jahr später kam Tochter Thea auf die Welt. Es folgten Hanna und Ingo.
Trotz Grenze wurde immer Kontakt in die Heimat gehalten, zur goldenen Hochzeit von Gertrud und Harry Todt durfte erstmals ein Ehepaar gemeinsam aus Mecklenburg anreisen.
Auch in ihrem Alter ist Gertrud Todt noch unternehmungslustig. Sie geht gern Essen, unternimmt Touren mit der AWO und besucht den Altenkreis. Am Tag vor ihrem Jahrhundert-Geburtstag besuchte sie ihren Bruder August in Bispingen, der auf 88 Lenze verweisen kann.
Die Seniorin hat kein Rezept fürs Altern. „Ich bin einfach so 100 geworden“, sagt sie und lacht. Sie habe auch nichts dagegen, noch weitere 100 Jahre zu leben. Zwar braucht sie ein Hörgerät, ansonsten aber erfreut sie sich bester Gesundheit. „Ich war einmal im Krankenhaus nach einem Fahrradunfall 1999“, berichtet die neunfache Oma und 12-fache Uroma. „Mein erstes Urenkelkind kriege ich im Januar“, verrät die betagte Dame, die gern Platt snackt, freudig.
„Eine Woche später wird der nächste Schenefelder 100 Jahre alt und im kommenden Jahr folgen wieder zwei“, stellt die Bürgermeisterin erfreut fest.
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