Eines der besten Bildungsprojekte im Land: die "Leselibelle"

Ehrung aus Berlin für das Projekt „Leselibelle“: Gabriela Oroz (l.) von Deutschland – Land der Ideen“ und Danyal Alaybeyoglu (2. v.l.) von der Vodafone Stiftung Deutschland überreichten die Urkunden an Margot Reinig (M.), Leiterin des KL!CK-Kindermuseums, und Stefanie Bürger, Chefin der Bücherhalle Osdorfer Born, sowie an Florian Kraft von ProQuartier.

Leseförderung am KL!CK Kindermuseum erhält Preis: "Leselibelle" im Höhenflug.

Von Reinhard Schwarz.
Spielend lesen lernen: Das ist das Erfolgsgeheimnis der „Leselibelle“ des KL!CK Kindermuseums am Osdorfer Born. Kinder erfinden Geschichten, schreiben sie auf und lesen sie vor. Und lernen so spielerisch, mit Sprache umzugehen. Das Projekt von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet. Rund 1.300 Bildungsprojekte hatten sich beworben, nur 52 wurden bundesweit geehrt, darunter auch das Kindermuseum. Abgesandte der „Ideen“-Initiative mit Sitz in Berlin fanden sich am Freitag im Achtern Born 127 ein und überreichten während einer Feierstunde die Urkunde.
„Kinder tauchen beim Lesen in eine andere Welt ein“, nennt Gabriela Oroz, Projektmanagerin von „Land der Ideen“, einen Gesichtspunkt der Leseförderung.
Eine zwölfköpfige Expertenjury hatte die Projekte geprüft und in Hamburg insgesamt vier ausgewählt. „Der Wettbewerb wurde gemeinsam mit dem Bildungsministerium ins Leben gerufen“, erläutert Danyal Alaybeyoglu, Sprecher der ebenfalls beteiligten Vodafone Stiftung Deutschland. „Wir wollen damit vor allem benachteiligte Kinder und Jugendliche fördern, um ihnen Aufstiegsmöglichkeiten zu geben.“
Die so Geförderten sahen die Ehrung ganz entspannt. Etwas erhöht thronten sie über den Erwachsenen, lasen ihre Geschichten vor. Einige der Titel: „Ein lauter Knall“, „Der Diamant“ oder „Ein Meteorit ist auf die Erde geknallt“. Nein, aufgeregt sei sie nicht gewesen, vor so vielen Leuten zu lesen, sagt Victoria (9), Autorin von „Der Diamant“, schränkt dann aber wieder ein: „Naja, geht so.“ Sean (11), Schöpfer der Kurzgeschichte „Ein lauter Knall“, geht jeden Tag in die „Leselibelle“: „Es macht viel Spaß, man lernt hier viel, und man findet neue Freunde.“
Von der Ehrung angenehm überrascht zeigte sich Kindermuseums-Leiterin Margot Reinig. Ein Geldpreis sei damit aber nicht verbunden: „Der Preis ist Ruhm und Ehre. Er gibt uns aber Gelegenheit, darauf hinzuweisen, was in Osdorf alles gemacht wird.“ Staatliche Förderung etwa durch die Kulturbehörde gibt es übrigens nicht. Das Kindermuseum finanziert sich allein durch Eintrittspreise.
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