Ein Haus für alle

Anwohner, ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiter des ReeWie-Hauses freuen sich über das erfolgreiche Bestehen des Nachbarschaftstreffs während eines Tags der offenen Tür.

ReeWie-Haus: Lebendiger Austausch zwischen Generationen und Kulturen.

Von Frauke Heiderhoff.
Prinzessin, Katze oder Zauberwesen: Ulla Koepke mischt gekonnt die peppigen Farben. Mit sichtlicher Freude lässt sich Lukas (13) von der ReeWie-Haus-Mitarbeiterin schminken. „Die Kinder kommen hier immer auf ihre Kosten“, sagt Koepke. Ihr Programmpunkt „Schminken“ ist einer von vielen im Zuge der Feierlichkeiten: Bereits seit einem Jahr gibt es das beliebte Nachbarschaftszentrum.
Mittagstisch mit daran anschließender Hausaufgabenhilfe, Tischtennis und Basteln für Jung und Alt sind nur einige Angebot des erfolgreichen Treffpunktes in Eidelstedt-Ost. „Besonders beliebt sind Anwohner-Frühstück, Rechtsberatung, Seniorenbingo und Jobwerkstatt“, bilanziert der Leiter des ReeWie-Hauses Ali Mir Agha. Sechs Einrichtungen wie SOS-Kinderdorf und die islamische Gemeinde Schnelsen-Eidelstedt haben dort ihre Büros. „Die Träger haben dazu beigetragen, dass es hier ein sehr lebendiges Miteinander gibt“, so Agha. Die diversen Angebote können nur dank der „tollen Zusammenarbeit von ehrenamtlichen Mitarbeitern, Trägern und Einrichtungen ermöglicht und weiter ausgebaut werden“.
Täglich kommen bis zu 50 Besucher, darunter viele Kinder und Jugendliche. Die meisten – etwa 70 Prozent - von ihnen kommen wie Lukas aus dem Quartier. Er spielt hier gerne mit anderen Kindern, hat schon an Aktionen wie Übernachtungsparty, Nachtwanderung und Basteln teilgenommen.
Auch Anwohnerin Christa Hinz möchte das Angebot nicht missen. Die 72-Jährige schätzt den geselligen Klönschnack mit den Nachbarn. Weitere 30 Prozent kommen zu multikulturellen Treffen und Konzerten. „Es kommen nicht nur Anwohner, sondern beispielsweise auch einsame Menschen ohne Familien“, sagt Agha. Einige schauen sogar täglich vorbei, im Monat sind es bis zu 1.500 Besucher.
Als Vorteil des ReeWie-Hauses bezeichnet Agha die bereits seit vielen Jahren bestehenden Einrichtungen wie das Anwohner-Café. Problematisch sei es lediglich manchmal, die diversen Interessen von Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft „unter einen Hut zu bringen“.
Für die Zukunft wünscht sich der Leiter mehr Planungssicherheit. Denn Jahr für Jahr muss die Finanzierung erneut gesichert werden.

Das ReeWie-Haus ist nach den Quartieren Reemstücken- und Wiebischenkamp benannt. Zweidrittel der Kosten hat das Bezirksamt und ein Drittel die Saga übernommen. Die einfal GmbH als Betreiber des ReeWie-Hauses arbeitet eng zusammen mit Bezirksamt Eimsbüttel, Saga-GWG, pro Quartier und SOS-Kinderdorf. Geschäftsleute nutzen das Haus für ihren Stammtisch wie Jugendliche zum Chillen und Senioren für ihr Bingo. Viele Angebote wurden durch Mittel der Höffner-Stiftung ermöglicht. Geöffnet hat das ReeWie-Haus mo-fr von 9 bis 19 Uhr und am Wochenende je nach Veranstaltung.
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