Die vermisste Katze (Nuvola) aus Lurup ist endlich wieder zu Hause!

Sie ist wieder da!
Sie ist wieder da!!!!

Unglaublich aber wahr!

Die Geschichte ist unserer Meinung einfach nur unglaublich.

Nachdem unsere Katze Nuvola seit Sonntagnachmittag, den 04.10.2015 nicht mehr nach Hause gekommen ist, haben wir am Montag gleich mit der Suche begonnen. Dieses beinhaltete neben dem Informieren der Polizei, diverser Tierheime und Tierärzte im Umkreis, auch das Durchführen einer ausgedehnten Plakat-Aktion und Einwerfen von Suchmeldungen in den Briefkästen der Umgebung (rd. 400 Stk.).

Beim Plakatieren haben wir die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Wir haben neben dem den Verlustort auch in Supermärkten, Einkaufszentren, Bushaltestellen, Schulen und Kindergärten die Suchanzeigen aufgehängt. An jedem Ort haben wir vorher gefragt. Die Reaktionen waren unterschiedlich von wahnsinnig empathisch bis vollkommen unverständlich. Als Beispiel möchte ich die Reaktionen zweier Einkaufszentren hervorheben. Ich habe die Einkaufszentren per Mail gebeten mir die Erlaubnis zu geben an deren Eingangstüren meine Suchmeldungen aufzuhängen und eventuell meine Vermisstenanzeige auf deren Facebook Seite zu posten. Das eine hat mir innerhalb von wenigen Stunden die Erlaubnis gegeben, das andere schrieb nur ich solle bitte Verständnis haben, dass das grundsätzlich nicht ginge.

Wir haben auf diverse Internetseiten gepostet und sogar eine eigene Facebook Seite für die Suche geöffnet. Das Plakate kleben hat mehrere Tage gedauert. Wir inserierten in dem wöchentlichen lokalen Blatt eine Anzeige. Da nach einigen Tagen immer noch kein Hinweis einging, haben wir uns entschlossen eine Belohnung auszusetzen.

Am Donnerstagabend erhielt ich eine Nachricht via WhatsApp mit zwei Fotos meiner Katze und der Nachricht, dass man sie gefunden hätte. Wir waren außer Rand und Band und riefen sofort die Nummer an. Die Person erklärte mit, dass Nuvola ihnen am Sonntagnachmittag im Park hinterher gelaufen sei und sie haben sie deswegen mitgenommen.

Ich wollte sie sofort abholen, aber mir wurde gesagt, dass das jetzt nicht ginge und ich solle doch bitte am nächsten Tag gegen 15:00 Uhr hinkommen solle. Wir waren überglücklich! Kurz danach erhielt ich noch eine Nachricht, dass man vergessen habe nach der Belohnung zu fragen und wie hoch denn diese sei. Ich schrieb daraufhin dass die Belohnung 50 Euro sei, daraufhin erhielt ich die Antwort, dass das zu wenig sei. Ich fragte dann wieviel man sich den vorstelle und die Antwort war wenigstens 100, man hätte ja schließlich Ausgaben gehabt, wie Futter Katzentoilette usw. Ich sagte zu, da ich Angst hatte, dass ich sonst meine Katze nicht wieder erhalte.

Die folgende Nacht haben wir kaum ein Auge zugemacht. Mit Verstärkung bin ich am nächsten Tag zu den Personen gefahren, die angeblich meine Katze gerettet haben. Die Katze lag träge und matt auf einer Schlafcouch. Ihr Halsband mit der Adresskugel hatte sie um, im Nachbarzimmer bellte ein Hund.

Ich schnappte mir die Katze und steckte sie umgehend in den Transportkorb. Danach habe ich sie gefragt, ob ihnen denn nicht in den Sinn gekommen sei, dass die Katze jemanden gehöre und der sie schmerzhaft vermisst. Die Frage wurde bejaht, aber man dachte der Besitzer würde sie schon suchen und sie hielten es nicht für nötig die Polizei oder die Tierheime zu informieren.

Dass diese Personen durch ihr Verhalten eine Straftat (Diebstahl, Fundunterschlagung etc.) begannen haben, sei ihnen nicht bewusst gewesen. Die Strafen für diese Art der Vergehen sind nicht gerade unerheblich. Ich habe von einer Anzeige abgesehen und wir sind dann mit der Katze gegangen.

Nun ist sie wieder Hause! Unser anderer Kater fing leider an sie anzufauchen, da sie doch sehr unangenehm roch. Die Rücksprache mit der tierärztlichen Notfallpraxis ergab, dass ich sie mit Tiershampoo waschen soll und sie erst einmal unter Hausarrest stellen soll. Der einst quirlige und agile Fratz wirkt jetzt, einen Tag nach ihrer Befreiung, noch immer müde, matt und abgeschlagen, aber wir sind uns sicher, dass wir das mit viel Liebe, Zuneigung, gutem Futter und viel Zeit wieder hinbekommen.

Grundsätzlich finde ich es löblich, wenn Menschen sich um Tiere kümmern, aber bitte meldet es umgehend wenigstens der örtlichen Polizei, denn vielleicht ist irgendjemand ganz krank vor Sorge. Meiner Meinung sollte der Gesetzgeber endlich etwas unternehmen und Tiere nicht mehr als Sachgegenstand klassifizieren. Ein positives Beispiel ist hierfür die Schweiz.

Allen anderen, die Ihr Tier schmerzlich vermissen möchte ich sagen, haltet durch und scheut keine Mühen oder Anstrengungen den kleinen Racker wiederzubekommen. Es lohnt sich!

Vielen Dank an alle für Ihre Unterstützung und ihre Bemühungen.
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