Die Polizei warnt vor Halunken

Intensive Gespräche über Trickdiebstahl führten diese Stadtteilpolizisten in den Elbgau-Passagen: Hauptkommissar Volker Wysocki, Oberkommissar Walter Grimsmann, Hauptkommissar Manfred Dollase und Oberkommissar Matthias Störmann (jeweils in Uniform, v. l.). Nicht im Bild, aber ebenfalls im Dialog mit den Bürgern: Hauptkommissar Dieter Stäcker. Foto: da
Hamburg: Elbgau-Passagen |

Informationsaktion in den Elbgau-Passagen zu Trickbetrügern

Sie stießen auf viel Interesse: Bürgernahe Beamte des Polizeikommissariats 25 an der Notkestraße klärten in den Elbgau-Passagen über Trickbetrüger auf. „Wir hatten in letzter Zeit vermehrt Fälle von Trickdiebetrug im Gebiet“, so Hauptkommissar Manfred Dollase am Infostand.
Luruper wie Matthias Mirow haben in den Passagen auch die neueste Masche der Trickbetrüger erfahren – Anrufe, bei denen es heißt: „Hier ist die Polizei.“ Für weitere wichtige Informationen müsse man die 1 drücken. Wer dies aber macht, muss teuer bezahlen: Anrufer werden auf Spezialnummern umgeleitet.
Existenzbedrohende Folgen können Anrufe im Rahmen des sogenannten „Enkeltricks“ haben, dem gutgläubige Senioren zum Opfer fallen. „Durch eine geschickte Gesprächstechnik holen sich die Betrüger alle Informationen von den Angerufenen“, sagt Stadtteilpolizist Matthias Störmann. „Oma, rate mal, wer hier ist?“ lautet oft die Eingangsfrage. Später heißt es, der „Enkel“ – manchmal ist es auch der „Neffe“ oder ein „guter Bekannter“ – ist in einer Notlage und braucht dringend Geld. „Die Anrufer holen sich aber niemals selbst das Geld ab, sondern schicken jemand anders“, weiß der Oberkommissar.
Um an ihre Opfer zu kommen, suchen die Betrüger in Telefonbüchern nach älteren Vornamen wie Gerda oder Alfred. Um dies zu erschweren, raten die Stadtteilpolizisten, im Telefonbuch den Vornamen mit einem Buchstaben abkürzen zu lassen.
Andere Betrüger geben sich an der Haustür als Kripobeamte aus, um zum Beispiel „Falschgeld“ oder Geldverstecke zu prüfen – in Wirklichkeit wollen sie echte Scheine mitnehmen. Die Halunken schlüpfen auch in verschiedene Rollen: Als Hausmeister, Wasserwerker oder Menschen, die nur schnell mal eine Nachricht schreiben oder ein Glas Wasser haben wollen, wollen sie in Wohnungen kommen, um selbst zu stehlen oder um einen Komplizen einzuschleusen. „Lassen Sie keine fremden Menschen in die Wohnung!“, warnt Störmann. Und bei brenzligen Situationen könne man 110 wählen, so der Stadtteilpolizist.
Wolfgang F. Friederich, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Elbgau-Passagen, begrüßt die Aufklärungsaktion und kündigt an: „Zu den Seniorentagen im Mai wird auch die Polizei eingeladen.“
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