Demo zum Abschied des Mobilen Bürgerdienstes

Die Aktivisten von der Linken demonstrieten gegen die Schließung des Mobilen Bürgerdienstes: Frank Paszeitis, Karsten Strasser, Anja Szibalski und Kai Thomsen (v. l.). Foto: mars
Hamburg: Lurup |

Bürgerservice in der Haspa in den Elbgau-Passagen beendet

von Marcus Schmidt.
Historisches Datum: Am Donnerstag, 29. September 2011, hatte der Mobile Bürgerdienst des Bezirksamtes Altona zum letzten Mal seine Serviceleistungen in der Haspa der Elbgau-Passagen angeboten (siehe Infokasten). Vor der Informationswand der Mobilen Bürgerdienste erklärt Thomas Stemplowski vom Bezirksamt Altona ein Antragsformular. Sein Kollege Gregor Dec überreicht einem Mann den bestellten Ausweis. Draußen protestieren Anhänger von „Die Linke“ gegen die Schließung – sie fordern „einen stationären Bürgerdienst für Lurup.“ Kaum jemand bleibt stehen, aber einzelne Gespräche über die Schließung kommen zustande.
Seit März 2009 war der Mobile Bürgerdienst einmal die Woche in dem Einkaufszentrum vor Ort. Inder Hamburger Sparkasse gab es, was sonst nur Kundenzentren der Bezirke bieten. „Unsere Dienste werden gut angenommen,“ bilanziert Thomas Stempowski: „Es ist schon schade darum.“
Auch Kerstin Godenschwege, Sprecherin des Bezirksamtes Altona, bedauert das Ende der Zusammenarbeit zwischen Bezirk und Haspa: „Sie ist ein erfolgreiches Vorzeigemodell, das sich stets einer ausgesprochen hohen Kundenzufriedenheit erfreute.“ Doch die Computerprobleme bei der Erstellung neuer Personalausweise erschweren die Arbeit. Die Folge: Die Serviceidee wurde „unpraktikabel“.
Menschen, die nicht mobil sind, denen das Gehen schwerfällt, oder die Zeit und Kilometer sparen wollten, müssen jetzt in die Kundenzentren nach Altona oder Blankenese fahren. Dann ind jeweils über sieben Kilometer und Stopps an sieben bis 17 Stationen zu bewältigen.
Karsten Strasser von der Bezirksfraktion „Die Linke“ krisitisert die Folgen: „Der weite Weg ist für viele Luruper unzumutbar.“ Besonders ältere Menschen seien betroffen. Und so heiß es auch auf Protestplakaten: „Ich gehe meilenweit für meinen Personalausweis.“
Karsten Strasser schlägt als Lösung einen stationären Bürgerdienst vor: „Der neue Personalausweis kann dann in Lurup zu denselben technischen Bedingungen ausgestellt werden, wie in Altona und Blankenese.“

Das bot der Mobile Bürgerdienst
Besucher des Mobilen Bürgerdienstes konnten ihre Meldeangelegenheiten vor Ort erledigen. So nahmen zwei Mitarbeiter des Bezirksamtes An-, Ab- und Ummeldungen vor, und stellten den Bundespersonalausweis und Reisepass aus oder erteilten eine Meldebestätigung. Auch Beglaubigungen, der Antrag auf ein Führungszeugnis und Hundeanmeldungen gehörten zum umfangreichen Serviceangebot in Lurup. DA
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