„Demenz geht alle an!“

Zahlreiche Hilfsangebote für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, werden in den Elbgau-Passagen vorgestellt. (Foto: pr)

In Lurup informieren Pflege- und Sozialeinrichtungen über das Leben mit der Alzheimer-Krankheit.

Von Martin Ludwig.
Unter dem Motto „Demenz geht alle an“ veranstaltet der Runde Tisch „Dementenfreundliches Altona“ am Freitag, 19. September, in den
Elbgau-Passagen, Elbgaustraße 112, eine Infoveranstaltung. Interessierte informieren sich von 14 Uhr bis 17 Uhr an den Informationsständen verschiedener Pflege- und Sozialeinrichtungen über die degenerative Gehirnerkrankung Demenz. Der Eintritt ist frei.
Los geht es um 14 Uhr mit einem musikalischen Auftakt. Anschließend stellen Mitglieder des Runden Tisches „Dementenfreundliches Altona“ ihre
Initiative vor. Die Öffentlichkeitsaktion bietet zahlreiche informative Darbietungen.
In einem Interview berichten Fachkräfte des Malteser Begleitdienstes, wie hilfreich Therapiehunde bei Seniorenbesuchen sind. Außerdem erläutert der Verein „Kooperation Arbeiten, Lernen und Ausbildung“ seine Arbeit im Angesicht fehlender familiärer Hilfe oder geringer Sozialleistungen.
Eine Lesung aus dem Buch „Das Leben ist ein Großes“ steht ebenfalls auf dem Programm. Der Ratgeber erschien 2012 im Gütersloher Verlagshaus. Die Autorin Hanna Kappus schildert darin das Leiden ihres Partners, der 2003 an Demenz erkrankte. In ihrem Erfahrungsbericht greift die Germanistin auf eigene Erlebnisse zurück, die sie als pflegende Ehefrau erlebt hat. Kappus will in erster Linie Trost spenden und anderen Angehörigen von Demenzerkrankten behilflich sein. Sie macht in ihrem Werk auch Vorschläge und erläutert, wie pflegende Angehörige dem Kranken Halt sowie Selbstbewusstsein geben können und wie die Realisierung einer Wohngemeinschaft mit demenzkranken Menschen umgesetzt wird.
Ferner werden Helmut Fuchs und seine Partnerin Argentinischen Tango für Senioren vorstellen. Sie demonstrieren damit, dass auch Senioren mit Demenz noch tanzen können. Der Hamburger Medien- und Theaterpädagoge gründete 2013 „Tango für Senioren“. Der 60-Jährige ist der festen Überzeugung, dass der Verlauf von Demenz durch die Geistesleistung beim Tangotanzen positiv beeinflusst werde. Seine therapeutischen Tanzveranstaltungen bot er schon in verschiedenen Senioreneinrichtungen an.
Das Spiel des Marionettentheaters „Frantalu“ und eine Darbietung des Mekan-Chors bilden den Abschluss der Infoveranstaltung über Demenz.
Die Alzheimer-Krankheit trifft in erster Linie Menschen ab dem 65. Lebensjahr. Charakteristisch ist der Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten. Sprache und Motorik nehmen rapide ab. 1,4 Millionen Deutsche sind laut Bundesgesundheitsministerium bereits daran erkrankt.
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