Das Ziel: Lurup für alle!

Gerd Nodorp und Sabine Tengeler laden zur Stadtteilwerkstatt ein unter dem Motto „Ein Lurup für alle“. Foto: da
Hamburg: Stadtteilhaus Lurup |

26. Oktober: Stadtteilwerkstatt will Barrieren überwinden

René Dan, Lurup
Wo in Lurup fühlen Sie sich nicht willkommen?“ Das ist eine der Fragen, auf die Gerd Nodorp nach Antworten sucht. Der Mitarbeiter des Quartiersentwicklungsprojekts „Q8“ möchte die Lebensbedingungen im Stadtteil verbessern. Motto: „Ein Lurup für alle“. Ausgrenzungen und Barrieren soll es weder in den Köpfen noch im Alltag – zum Beispiel wegen fehlender behindertengerechter Zugänge – geben, so das Ziel des Projekts. Hierfür lädt der Sozialpädagoge und Betriebswirt zu einer Stadtteilwerkstatt ein: am Freitag, 26. Oktober, von 15 bis 18 Uhr im Stadtteilhaus Lurup, Böverstland 38.
„Jeder kann an der Stadtteilwerkstatt teilnehmen“, betont Gerd Nodorp. Zum Auftakt des Nachmittags sehen sich die Teilnehmer einen Film über „Inklusion“ an, also die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben.
„Was braucht es, um ein Stadtteil zu sein, in dem alle Menschen willkommen sind?“ – das will Gerd Nodorp herausfinden. Der Experte hat bereits nach Erfahrungen gefragt: Zusammen mit Sabine Tengeler, die den Workshop mit vorbereitet, hatte der 41-Jährige auf dem Stadtteilfest Lurup einige Fragen gestellt, die er auch im Workshop klären will. „Nicht willkommen“ fühlen sich einige Luruper am Lüdersring, vor allem im Billardcafé: „Da habe ich ein komisches Gefühl“ stand auf einer der Karten, die abgegeben wurden.
Nodorp fragt in seiner Befragung auch nach Orten, an denen sie gerne wären, die sie aber nicht aufsuchen können. „Autos auf dem Bürgersteig – man kommt mit dem Rolli nicht vorbei!“, so eine der Antworten. Nodorp und Sabine Tengeler wollen weitere Hindernisse erfahren, die Menschen die Teilnahme erschweren – und die Barrieren überwinden.
Dass ein Miteinander über Generationen hinweg sowie ungeachtet von Handicaps möglich ist, zeigt der Alltag bereits ansatzweise. So kochen am Lüdersring Schüler regelmäßig für Senioren, und im Stadtteilhaus nehmen Menschen mit und ohne Behinderung an einem Trommelkurs teil. Dies sind Beispiele, so der 1,85-Meter-Mann, „dass alle Menschen gut in ihrem Stadtteil leben und gemeinsam viel Spaß haben können“. Solche Erfolge will Gerd Nodorp ausweiten – und sie selbstverständlich werden lassen.

Anmelden
Wer sich zur Stadtteilwerkstatt am Freitag, 26. Oktober, anmelden will, nimmt Kontakt mit Gerd Nodorp, dem Leiter des Quartiersentwicklungsprojekts Q8 der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, auf: Lüttkamp 34, 22547 Hamburg, S 0173 / 244 43 57, E-Mail: g.nodorp@q-acht.net, www.q-acht.net. Dieser Stadtteilwerkstatt sollen drei weitere folgen.
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