Das ist Lurups neue Stadtteilschule

Noch als Modell, bis Sommer 2019 in Beton und Glas: Der Schulneubau mit Angeboten für den ganzen Stadtteil in der „CommunitySchool“ (vorne rechts). Foto: Behnisch Architekten
 
Mehr Platz für Schüler fordern Stephan Kalkreuter (li.) und Sven Berger vom Elternrat der STS Lurup. Foto: cvs

Im Frühjahr geht’s los: Schule bekommt einen Neubau für 30 Millionen Euro

Von Ch. V. Savigny

Aus drei mach eins: Die über den Stadtteil verteilten „Filialen“ der Stadtteilschule Lurup sollen bis Mitte 2019 eine neue Heimat in einem Neubau finden – jetzt wurden die Pläne vorgestellt.
Als „Juwel“ bezeichnet Erik Holler von der KVL Bauconsult GmbH den künftigen Neubau der Stadtteilschule (STS) Lurup. „Darauf können sich alle Luruper freuen!“ Laut Planung soll es im Mai 2017 losgehen mit den Bauarbeiten zu dem 30 Millionen-Euro-Projekt an der Luruper Hauptstraße: Auf der Fläche des Jonny-Arfert-Sportplatzes des SV Lurup entsteht bis zum Sommer 2019 ein Schulgebäude mit insgesamt 14.000 Quadratmetern Grundfläche. Das neue Gebäude soll die drei bisherigen „Filialen“ Vorhornweg (Klasse 5 bis 6), Veermoor (7 bis 9) und Luruper Hauptstraße (10 bis 13) an einem Ort zusammenfassen. Insgesamt 1.400 Schüler kann die STS
Lurup damit künftig beherbergen. Mit der sogenannten „CommunitySchool“ ist zudem eine Art Stadtteilzentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geplant.
Zwei Sporthallen und eine Mehrzweckhalle entstehen
Die Form des geplanten Gebäudes erinnert an ein liegendes Ypsilon, dessen „Fuß“ sich hinter dem Altbau der Schule befindet: Der gut zwölf Meter hohe Neubau verfügt über drei Stockwerke mit 36 Klassenzimmern. Eine fast durchgehend gläserne Fassade sorgt für viel Helligkeit im Inneren – auch das Foyer mit der Freitreppe in der Mitte wird durch ein Oberlicht von Tageslicht beschienen. Die Flure zwischen den Fachräumen sind so unterteilt, dass sie bei Bedarf von Lerngruppen genutzt werden können. Umlaufende Balkone sorgen im Notfall für Fluchtmöglichkeiten. Der Neubau soll auch über zwei Sporthallen und eine Mehrzweckhalle verfügen.
Bauherr ist die Schulbau Hamburg, finanziert wird das Projekt auch aus Mitteln der Integrierten Stadtteilentwicklung (RISE). „Eine gewisse Lässigkeit und formale Unbekümmertheit sollte den Vorzug gegenüber einem zu
traditionellen und bekannten, gleichwohl angestaubten Gebäudetypus einer Lernanstalt erhalten“, schreibt die Schulbau Hamburg zum Entwurf des Architekturbüros Behnisch.
Verkehrstechnisch angebunden wird der Neubau über die Flurstraße, weitere Zugänge für Fußgänger und Radfahrer gibt es an der Straße Kleinwortshöh und an der Luruper Hauptstraße. „Die direkte Einbindung der Schule in den Stadtteil war unsere größte Herausforderung“, sagt Landschaftsarchitekt Wolfgang Betz (Büro WES).

Elternrat will keine Wohnbebauung

Vorschlag: Fläche lieber als Reserve behalten

Von Ch. V. Savigny

Scharfe Kritik übt der Elternrat der STS Lurup an dem Vorhaben, ein Teilgrundstück zwischen Schulgebäude und Flurstraße für den Wohnungsbau zu nutzen. „Man bekommt den Eindruck, dass die Schule auch noch Profit erwirtschaften muss“, sagt Sven Berger, Elternratsmitglied und Vorsitzender des schulischen Fördervereins. Der Elternrat plädiert dafür, die Fläche für eine spätere Schulerweiterung zu reservieren. „Durch den stetigen Bevölkerungszuwachs nimmt natürlich auch die Zahl der Schulkinder zu – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche“, sagt Berger.
Auf der rund 3.000 Quadratmeter großen Fläche, die die Schulbehörde für entbehrlich hält, sollen vier Einfamilienhäuser entstehen. Die Bezirksversammlung Altona hatte zunächst gegen die Planung gestimmt, war jedoch letztendlich am Senatswillen gescheitert. „Wir gehen bis auf weiteres davon aus, dass die Wohnungen wie geplant gebaut werden“, sagt der Altonaer Baudezernent Johannes Gerdelmann.
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