Das Fama-Kino steht vor dem Aus

Das Traditions-Kino an der Luruper Hauptstraße soll abgerissen werden. Foto: cn
Hamburg: Fama |

Die Linke versucht, dem Luruper Traditionskino die Abrissbirne zu ersparen

Connie Neuman, Lurup
Fama – das steht für „FAmilie MAllesch“, die in den 50er Jahren in Lurup ihrem Kino diesen Namen gab. Nun soll das Traditions-Lichtspielhaus zum 31. Dezember geschlossen werden. Zum einen, weil es kaum Besucher hat. Zum anderen, weil das Gebäude abgerissen werden soll.
Die Linke will das Aus für das Traditionskino nicht einfach so hinnehmen. Sie fordert, zu prüfen, ob das Fama als Kommunales Kino weiterbetrieben werden kann: „In Kooperation mit Schulen und Bildungseinrichtungen könnte eine Veranstaltungsstätte entstehen, in der eine Mischung aus Kino und anderen Kulturangeboten stattfindet“, so der Bezirksabgeordnete Karsten Strasser. Er schlägt zudem vor, dass die Stadt die erforderliche Modernisierung der Vorführtechnik finanziert.
Alle anderen Fraktionen unterstützen diesen Antrag nicht. „Ich selber finde das Kino auch schön und hätte es begrüßt, wenn die Luruper es nach der Wiedereröffnung vor drei Jahren angenommen hätten“, sagt der SPD-Bezirksabgeordnete Alexander Hund. Er fügt jedoch hinzu: „Wir können die Luruper ja nicht ins Kino zwingen.“
Fama-Betreiber Hans-Peter Jansen ist erstaunt darüber, dass sein Kino zum Politikum wird. „Es ist kein Politiker an mich herangetreten, um derartige Pläne vorzutragen“, wundert er sich. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Lydia übernahm der Kino-Experte 1993 das Fama. „Unsere Kinder sind in diesem Kino aufgewachsen, es ist eine sehr emotionale Sache, sich zu trennen“, sagt Lydia Jansen.
Das Gebäude hat keine Zukunft und soll der Abrissbirne zum Opfer fallen. „So haben wir im Einvernehmen mit dem Verpächter Mallesch beschlossen, zum Jahresende zu schließen“, berichtet Hans-Peter Jansen, der im Oktober sein siebentes Kino eröffnet hat. „Ich eröffne lieber ein Kino, als dass ich eines schließe“, versichert er.
Gebäude- und Grundstücksinhaber Arnold von Mallesch bestätigt: „Wir haben es nochmal versucht“, aber: „Das Kino wird definitiv zum 31. Dezember geschlossen.“ Zum Ansinnen der Linken äußert er ein klares „Nein“. Was an der Luruper Hauptstraße 247 nach Abriss des Hauses entsteht, wird Arnold von Mallesch nach Planungsabschluss bekannt geben.
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