Braucht Eidelstedt dieses Denkmal?

Betonstelen mit Steinornamenten: Das ist ein Denkmal für einen Bundesbahner. Gerd Ramm findet die Sanierung des Denkmals nicht zeitgemäß. (Foto: jbd)

Eisenbahnersiedlung: Stadt will 15.000 Euro für Sanierung ausgeben – ein Bürger findet einen Spielplatz wichtiger

J. Bannan, Eidelstedt

„Stein auf Stein, Stein auf Stein…“ – nahezu alle Kindergartenkinder kennen das Volkslied von den fleißigen Handwerkern, die das Häuschen bauen. Ähnliches mussten sich damals die Bauarbeiter auch gedacht haben, als sie in der Eidelstedter Eisenbahnersiedlung Alpenrosenweg/Krummer Kamp das Denkmal für den ehemaligen Bundesbahnchef Werner Hilpert bauten. Allerdings kam es irgendwie nie zur Vollendung von etwas nur ansatzweise Ansehnlichem: Das sogenannte Denkmal besteht – Stein auf Stein – aus veralgten Betonpfeilern, die aufeinander liegen wie zu breit geratene Wäscheleinen.
Gerd Ramm, Anwohner aus dem Redingskamp, ist nicht glücklich darüber, dass der Hilpert-Klotz nun saniert werden soll. „Bei allem Respekt – Werner Hilpert ist 1957 gestorben. Er war Verkehrs- und Finanzminis-ter von Hessen und anschließend Vorstandsmitglied bei der Bundesbahn. Wer kennt den Mann denn noch? Anstatt einer Sanierung wäre ein Spielplatz die deutlich wertvollere Alternative“.
Simon Kropshofer, Gebietsentwickler für Eidelstedt, hat dazu eine andere Meinung. „Ich sehe die Sanierung des Denkmals als sinnvoll an und halte sie für einen kleinen Baustein zur Attraktivierung der Eisenbahnersiedlung. Ich denke nicht, dass man einen neuen Spielplatz oder die Sanierung des Denkmals gegeneinander stellen sollte. So wäre es meiner Ansicht nach eher sinnvoll, einen neuen Spielplatz und die Sanierung des Hilpert-Denkmals anzustreben.“
Die Idee zur Sanierung stamme aus der „Problem-Potenzial-Analyse“ des Bezirksamts Eimsbüttel für das Gebiet. Dort wurden 15.000 Euro für die Sanierung veranschlagt. Laut Kropshofer würde dieses Geld auch nicht reichen, um einen neuen Spielplatz zu schaffen oder einen bestehenden neu zu gestalten. 

Info: Fördergebiet

Halb Eidelstedt ist bis 2023 Fördergebiet des Senats. Im Wesentlichen umfasst dies das Zentrum am Eidelstedter Platz, die Eisenbahnersiedlung und die neuen Wohnquartiere für Geflüchtete am Hörgensweg und Duven-
acker. Das vor sich hin dümpelnde Zentrum soll attraktiver werden, in den neuen Wohngebieten sollen Einrichtungen wie Kitas, Beratungsstellen oder Kulturzentren neu entstehen oder mitwachsen. In der Eisebahnersiedlung sollen öffentliche Plätze in der Nachbarschaft attraktiver werden.

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Stichwort „Hilpert-Denkmal“
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Betreff: Hilpert-Denkmal
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1 Kommentar
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Klaus-Peter Schmidt aus Eidelstedt | 12.12.2016 | 17:46  
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