Aufstand gegen Fluglärm

Wann? 01.10.2015 18:00 Uhr

Wo? Stadtteilhaus Lurup, Böverstland 38, 22547 Hamburg DE
Starts und Landungen über die Köpfe der Luruper und Eidelstedter hinweg: Eine Bürgerinitiative fordert andere Flugrouten.
Hamburg: Stadtteilhaus Lurup |

Bürgerinitiative fordert Schutz der Bevölkerung – Anhörung am 1. Oktober in Lurup

Den nächsten Urlaub schon gebucht? Mittelmeer, Kanaren? Was für Urlauber der Auftakt zum Erholen ist, wird für immer mehr Bewohner am Boden zur Qual. Fluglärm im Hamburger Westen – die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist das Problem?
Immer mehr Maschinen donnern über die Köpfe der Menschen im Hamburger Westen hinweg. Die Initiative gegen Fluglärm (IFL) beklagt eine Zunahme von Starts und Landungen, vor allem morgens und in den späten Abendstunden. „Seit fast drei Jahren werden die Bewohner der Stadtteile Lurup, Osdorf und Eidelstedt durch massiven Fluglärm belästigt. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass bereits in den frühen Morgenstunden Flugzeuge in niedriger Höhe und in schneller Folge die Stadtteile überfliegen. Das geht so nicht“, sagt Klaus Wicher, Sprecher der IFL. Jedes vierte Flugzeug, das in Fuhlsbüttel landet oder startet, fliege jetzt bereits über die betroffenen Stadtteile. Der Flughafenbetreiber habe offenbar die Routen geändert: Daher werde nicht mehr vornehmlich über Gewerbegebiete, sondern über teils alteingesessene Wohngebiete geflogen, so Wicher.

Was fordert die Initiative?
Im Prinzip eine Begrenzung des Flugverkehrs: Es sollten nicht noch mehr Starts und Landungen erlaubt werden. Und es müsse eine andere Flugroute gewählt werden: Statt wie bisher über Wohngebiete sollten die Maschinen über den Volkspark sowie über Industrie- und Gewerbegebiete geleitet werden.

Was macht die Politik?
Es wurden bereits Gebühren für Spätflüge erhöht, zudem Bußgelder angedroht, wenn Airlines außerhalb der regulären Betriebszeiten Fuhlsbüttel anfliegen. Eine Kommission mit Fachleuten tingelt nun durch die vom Fluglärm betroffenen Stadtteile. Stichwort: Bürgerdialog. Die IFL hält diese Schritte bisher für unzureichend.


Anhörung


Für Donnerstag, 1. Oktober, lädt die Umweltbehörde ins Stadtteilhaus Lurup, Böverstland 38, ein. Die Fluglärmschutzkommission will sich dort den Sorgen der vom Flughafenbetrieb geplagten Bürger stellen. Beginn ist um 18 Uhr.

Die IFL plant für Dienstag, 3. November, ein Treffen von Betroffenen. Gleicher Ort,
Beginn ist um 18 Uhr.

Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Ist der Betrieb des Flughafens für den Hamburger Westen zu laut? Muss die Politik da was tun? Oder müssen das die Bürger hinnehmen?
Schreiben Sie uns!
Wochenblatt-Redaktion
Stichwort „Fluglärm“
Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg
Fax 040/85 32 29 39
E-Mail: post@wochenblatt-redaktion.de
Betreff: Fluglärm
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.