Andreas Hansen-Straße statt Ernst-Happel-Straße

Andreas Hansen (1909-1984) (Foto: pr)

Linke in der Bezirksversammlung schlägt vor, Straße nach früherem CDU-Politiker zu nennen. Alle sind dafür.

Einstimmig hat sich die Bezirksversammlung dafür ausgesprochen, die Erschließungsstraße des geplanten Technologieparks Lurup nach Andreas Hansen (1909-1984) zu benennen. Nun hat die Kulturbehörde sechs Wochen Zeit, um diesem Vorschlag zuzustimmen.
Die Idee hatten die Linken. Das ist insofern pikant, als Hansen CDU-Politiker war und seine Partei im ersten Altonaer Bezirksausschuss, später in der Bezirksversammlung und von 1953 bis 1957 auch in der Hamburgischen Bürgerschaft vertreten hat.
Vor allem aber war Hansen als Lokalpolitiker und Bürger engagiert und rührig. Dabei setzte er sich für Belange im ganzen Bezirk Altona ein. 20 Jahre lang - von 1959 bis 1979 - leitete er den Luruper Bürgerverein als Vorsitzender. Davor war er zehn Jahre stellvertretender Leiter des Altonaer Bürgervereins. 1960 gründete er den Verein „Freunde des Hirschparks Blankenese“, war hier 20 Jahre lang Vorsitzender und wurde später wegen seiner Verdienste um den Tier- und Naturschutz im Hirschpark und im Klövensteen zum Ehrenvorsitzenden gewählt.
Beruflich war der in der Nähe von Husum geborene Hansen 1945 in Ottensen mit einer Tausch- und Vermittlungszentrale in die Selbstständigkeit gestartet. Später entwickelte der ideenreiche Unternehmer die einheitliche großflächige Plakatwerbung, als deren Pionier er gilt. Ende der 50er Jahre siedelte die „Andreas Hansen Plakatanschlag-Spezialwerbung“ nach Lurup um, wo sich der Firmensitz des Familienunternehmens auch heute noch befindet.
1982 zog sich Andreas Hansen aus dem Berufsleben zurück; er starb 1984.
Die CDU in der Bezirksversammlung wollte die geplante Straße urspünglich nach dem früheren HSV-Trainer Ernst Happel benennen. Diesen Antrag zog sie jedoch, überrumpelt von dem CDU-freundlichen Antrag der Linken, zurück.
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Horatiu - Thomas Reinhardt aus Harburg | 24.11.2014 | 10:55  
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