An der Schule Langbargheide werden Kinder stark gemacht

Sie freuen sich über den „Jacob Muth-Preis für inklusive Schulen“, der den vorbildlichen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kinder auszeichnet: Lehrerin Susanne Matzen-Krüger, Schulleiterin Annette Berg und die Schüler Margareta (10; hinten), Xander (7), Lena (9), Amina (5) und Denis (6; Mitte, v. l.) sowie Sevde (7), Negin (7) und Negin (7; unten v. l.). Foto: mars
Hamburg: Schule Langbargheide |

Bertelsmann Stiftung vergibt Jacob Muth-Preis an Luruper Schule

von Marcus Schmidt

Sie lernen gemeinsam in der Grundschule Langbargheide und der benachbarten Kita: Kinder mit vielen und wenigen Sorgen in Familie, Gesundheit und Alltag. Durch maßgeschneiderten Lernpläne für jedes Kind, wollen sie „mit allen an die Spitze“ – so lautet das Motto der Schule Langbargheide. Solch ein gelebtes Schulkonzept belohnt die Bertelsmann Stiftung. Verlegerin Liz Mohn übergab den „Jacob Muth-Preis für inklusive Schulen“, in denen behinderte und nichtbehinderte Kinder unterrichtet werden, an die Schule Langbargheide.
In Berlin nahm Schulleiterin Annette Berg die Belohnung für ihr Kollegium entgegen. „Erstmals geht ein so bedeutender Preis nach Hamburg“, freut sich die Rektorin. Ausgezeichnet wurde die Arbeit mit 380 Kindern. „In Klassen mit je drei Altersstufen üben alle, Fachleute ihres Lernens zu werden“, erklärt Susanne Matzen-Krüger. Die Lehrerin hat im Bildungshaus sogar die Vorschüler in der „Frösche-Klasse“ eingebaut. Gemeinsames Ziel der Eltern und Lehrer: „Wir wollen die Kinder des ganzen Quartiers stark machen.“
Neben der Schule Langbargheide haben drei weitere Schulen aus dem Bundegebiet den Jacob Muth-Preis für inklusive Schulen“ erhalten. „Besonders beeindruckt mich, dass an den Preisträgerschulen Leistung und Gerechtigkeit keine Gegensätze sind. Davon kann unser Bildungssystem als Ganzes lernen", betonte Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung.
Beim Fototermin fürs Wochenblatt strahlen alle an der Langbargheide, Lehrerinnen und Schüler. Auf dem Hof herrscht ein netter Umgangston. Kinder grüßen ihre Lehrerinnen, lassen sich ohne Diskussionen zu ihren Stunden schicken.
Von den Schülern wechseln später rund 40 Prozent aufs Gymnasium.
Der mit 3.000 Euro verbundene Preis ist nach Professor Jacob Muth benannt. Der 1993 verstorbene Bochumer hatte sich für eine gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder eingesetzt.
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