Erfolgreiche zweite Blutspendenaktion der Sikhs in Lokstedt

Das Sikh-Society Hamburg Team
  Hamburg: Turnhalle des Eimsbüttler Turnverband e.V. | Täglich werden circa 15.000 Blutspenden deutschlandweit benötigt, um die regionale Patientenversorgung mit Blutpräparaten jederzeit sicherstellen zu können. Die Spenderzahlen sind jedoch rückläufig. Die jungen Sikhs aus Hamburg, die sich als „Sikh Society Hamburg“ zusammen geschlossen haben, haben in Kooperation mit dem Sikh Verband Deutschland e.V., dem DRK-Blutspendedienst Nord-Ost und dem Eimsbüttler Turnverband e.V. am Samstag, den 23.04.2016 ihre zweite Blutspendeaktion unter dem Motto „Jeder Tropfen zählt! Sikhs spenden Blut“ veranstaltet.

Im November letzten Jahres fand bereits die erste Blutspendenaktion statt, bei der 50 Blutspender teilnahmen. Davon waren 37 Erstspender.

Bis zum frühen Nachmittag nahmen auch diesen Samstag wieder 50 Blutspender an dieser Aktion teil. Es konnten dieses Mal 17 Erstspender gewonnen werden. Der Eimsbüttler Turnverband e.V. stellte für die Aktion seine Turnhalle zur Verfügung. Zur Stärkung der Spender nach der Blutspende wurde von der Sikh-Gemeinde neben Kalt- und Warmgetränken kostenlos indisches Essen serviert.

Die 23 jährige Gurpreet Kaur spendete zum ersten Mal Blut. Ihre Motivation hierfür: „Es ist eine gute Tat ohne viel Aufwand. Jeder von uns kann in eine Situation geraten, in der er Blut braucht. Deshalb freue ich mich darüber, dass ich mit meinem Blut anderen helfen kann.“

Ekroop Singh, ein Mitglied aus der Sikh Society Hamburg, freute sich über die zahlreichen Zusagen zur Spende - auch von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die nicht der Sikh-Religion angehören. Er hofft, dass für die nächste Spendenaktion noch weitere Blutspender gewonnen werden können.

„Wir freuen uns darüber, dass die jungen Menschen der Sikh Society Hamburg das DRK mit ihrem persönlichen Einsatz so tatkräftig unterstützen“, sagt Susanne von Rabenau, Pressereferentin beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. „Der Austausch persönlicher Erfahrungen bei einer Blutspende hilft dabei, neue Spender zu gewinnen, die wir auch hier in Hamburg dringend benötigen“.

Aufklärungsarbeit der Sikhs


Die Sikh Society Hamburg verfolgt gemeinsam mit dem 2013 gegründeten gemeinnützigen Verein „Sikh Verband Deutschland e.V.“ das Ziel, Aufklärungsarbeit für die in Deutschland lebenden Sikhs zu leisten.

Einen männlichen Sikh erkennt man an seinem kunstvoll gebundenen Turban und seinem ungeschnittenen Bart. Aufgrund dieser Erscheinung werden die Sikhs häufig mit Anhängern anderer Religionen verwechselt. Der Anschlag in Essen hat der Sikh-Gemeinde gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich die Sikhs in der Öffentlichkeit präsentieren. Daher möchten die Mitglieder des Sikh Verband Deutschland e.V., die Sikh Society Hamburg und Sikhs deutschlandweit mit verschiedenen Projekten den Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland die Sikh - Identität näherbringen. Hierfür wird eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten, Unternehmen sowie Behörden aufgebaut.

Außerdem bietet der Sikh Verband Deutschland e.V. auf seiner Internetseite und Facebook eine Plattform an, auf der jegliche Fragen zum Sikhismus gestellt werden können bzw. Informationen zum Sikhismus zur Verfügung stehen.

Außerdem möchten sich die Sikhs in ganz Deutschland zukünftig verstärkt sozial engagieren. Sikhs sehen es als wichtige religiöse und menschliche Aufgabe, Notleidenden unabhängig von ihrer Herkunft und Religion zu helfen. Diese Hilfe, „Sewa“ genannt, ist eine der wichtigsten Lebensaufgaben eines Sikhs.

Die Sikh-Gemeinden in Deutschland planen weitere karitative und soziale Projekte in Hamburg und anderen deutschen Städten. Die Mitglieder der Sikh Society Hamburg freuen sich darüber, dass sie mit ihrer Arbeit Hilfsbedürftige unterstützen können. Das nächste Projekt, dem sie sich widmen möchten, wird die Obdachlosenhilfe sein.
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