Zittersieg vor dem Spitzenspiel

Poseidon Timo Wachtel avancierte in Hildesheim zum Matchwinner und will auch heute gegen Laatzen wieder ins gegnerische Tor treffen. Foto: Jens Witte
Hamburg: inselpark |

2. Bundesliga: Poseidons Wasserballer wollen Tabellenspitze verteidigen.

Von Rainer Ponik. Die Wasserballer des SV Poseidon sind zwar Tabellenführer der 2. Bundesliga, aber beim 10:9-Sieg in Hildesheim taten sich die Neu-Wilhelmsburger, die ihre Heimspiele im neuen Landesleistungszentrum im Inselpark auf der Elbinsel austragen, schwer.
Am heutigen Sonnabend, 8. Februar, um 18 Uhr wird sich Poseidon deutlich steigern müssen, um den ärgsten Verfolger Laatzen auf Abstand zu halten. Trainer Sven Reinhardt hat das Saisonziel Aufstieg ausgegeben, das nach fünf Siegen in den ersten fünf Spielen realis-tisch erscheint.
In Hildesheim fand Poseidon im ersten Viertel nicht ins Spiel und wurde von den sehr agil auftretenden Hausherren immer wieder klassisch ausgespielt, so dass Hildesheim zunächst mit 4:1 in Führung gehen konnte. In der Folge wendeten jeweils drei Treffer vom stark spielenden Yannik Arnold und von Mannschaftskapitän Alexander Weik das Blatt. Die Hildesheimer verzweifelten indes an SVP-Torhüter Hannes Helm, der ein gutes Dutzend Würfe hintereinander entschärfen konnte. Helm schien unüberwindbar, doch zum Ende des dritten Spielabschnitts zog ins Spiel der Gäste wieder der Schlendrian ein.
Hellas verkürzte den Rückstand und erzielte dreieinhalb Minuten vor Schluss sogar den 9:9-Ausgleich. Das große Zittern begann. Am Ende war es vor allem Timo Wachtel, der Verantwortung übernahm und den Torabschluss suchte. Erst scheiterte der 29-Jährige in einer Überzahlsituation aus kurzer Distanz am Hildesheimer Schlussmann, doch dann sorgte er nach einer langen Phase des Leerlaufs für Jubel unter den Mannschaftskameraden, als er 93 Sekunden vor Schluss mit einem Wurf aus der zweiten Reihe den Treffer zum 10:9 erzielte.
Im Gegenzug handelte sich ausgerechnet Wachtel eine Zeitstrafe ein, doch Hannes Helm rettete in Unterzahl mit einer weiteren Parade den glücklichen Sieg. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir noch so schwach spielen können“, kritisierte Reinhardt sein Team, das sich das Siegen aufgrund einer äußerst schwachen Wurfquote sehr schwer gemacht hatte.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.