Von Wilhelmsburg nach Rio

Die Halle in Wilhelmsburg war gut gefüllt, die Stimmung prima. Foto: Rainer Ponik
Hamburg: Inselparkhalle |

Hamburger Boxer Artem Harutyunyan qualifiziert sich für die Olympischen Spiele 2016

Von Rainer Ponik. Artem Harutyunyan hat es geschafft, er fährt zu Olympia 2016 nach Rio de Janeiro. Der gebürtige Armenier, der mit seinem Bruder Robert im Alter von zehn Jahren beim SV Lurup mit dem Boxen begann, setzte sich am Donnerstagabend in der Inselparkhalle in Wilhelmsburg nach acht Runden im Ausscheidungsfinale des Olympischen Weltverbandes AIBA gegen den Algerier Abdelkader Chadi durch.
Vor 2.000 Zuschauern hatte der für den TH Eilbeck boxende Hamburger, der seit drei Jahren im Olympiastützpunkt Schwerin von Trainer Michael Timm betreut wird, erneut einige Mühe, sich gegen Chadi, den er vor einem halben Jahr schon einmal knapp nach Punkten besiegt hatte, durchzusetzen.
Unter den Augen von Boxgrößen wie Henry Maske und Jürgen Bremer erwischte Abdelkader Chadi den besseren Start, ging mutig nach vorn und setzte den etwas verblüfft wirkenden Lokalmatadoren mit einer Vielzahl von Schlägen ordentlich unter Druck.

Nach drei Runden fand Harutyunyan in den Kampf

Es dauerte bis zur dritten Runde, ehe Artem Harutyunyan so richtig in den Kampf gefunden hatte. Immer wieder wich er den Schlägen seines etwas unsauber boxenden Gegners geschickt aus und sammelte auf den Wertungszetteln der Punktrichter mit seinen starken rechten Kopf- und Aufwärtshaken immer wieder wichtige Zähler, die im Anschluss wohl den Ausschlag für den einstimmigen Punktsieg gegeben haben.
„Abdelkader Chadi war ein unangenehmer Gegner, aber Artem hat den Überblick behalten. Er war beweglicher, hat technisch besser geboxt und die klareren Treffer erzielt“, lobte Michael Timm seinen Schützling, der aufgrund seines Sieges nun auch den russischen Weltmeister Armen Sarkajan herausfordern darf.
Nach dem Kampf nahm Artem Harutyunyan erstmal ein Bad in der Menge seiner Fans, die ihn während des Kampfes immer wieder lautstark angefeuert hatten. „Ich bin total glücklich, dass ich nach Rio fahre, möchte mich bei allen Zuschauern, meinen Trainern, meinen Eltern und Freunden für die großartige Unterstützung bedanken“, rief er nach dem großen Triumph in Wilhelmsburg ins Mikrofon, während sein Gegner geschlagen und kopfschüttelnd die Halle verließ.
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