„Uns gibt es nur als Pärchen!“

Eingespieltes Trainerteam: Peter Lemke (l.) und Muharrem Tan. Foto: düse

Trainerduo Peter Lemke und Muharrem Tan hat seinen Abschied bei Altenwerder II lange angekündigt

W. Düse, Hamburg-Süd

In einer Phase der Saison, in der Trainer Mühe haben, ihre guten Manieren zu behalten, wenn Spieler in den Urlaub fahren, kann Peter Lemke ohne Gewissensbisse die Sonne Marokkos genießen. Gemeinsam mit seinem Trainerpartner Muharrem Tan hat er beim Fußball-Kreisligisten FTSV Altenwerder II alles für die Zukunft gerichtet.
Wie bereits zu Saisonbeginn angekündigt, werden Lemke und sein Partner Muharrem Tan zum Ende der Spielzeit nach fünf Jahren ihre Tätigkeit am Jägerhof beenden. Auf eine Art und Weise, von der Verantwortliche anderer Klubs nur träumen können. In gegenseitiger Abstimmung und vorbereitet vom scheidenden Trainerteam. „Es war ein Schritt, der notwendig war, um neue Impulse setzen zu können“, betont Tan, wie wichtig beiden Seiten dies gewesen sei. „Wir wollten sauber übergeben und konnten den Zeitpunkt selbst bestimmen.“
„Verhältnismäßig viel Geld“
in der Kreisliga

Mit Bedacht war Thomas Hanke zu Saisonbeginn davon überzeugt worden, sein letztes aktives Jahr im Ligabereich beim zweiten FTSV-Anzug zu verbringen. Im kommenden Sommer wird der Ex-Landesligakicker bei Neuland, Einigkeit und dem HTB Nachfolger des Duos Lemke/Tan. „Wir übergeben einen intakten Kader, aber nach fünf, sechs Jahren muss einfach etwas Neues her, das ist eine meiner Maximen“, so Tan.
Stellt sich die Frage nach der eigenen Zukunft. Auch darauf hat Tan eine Antwort, jedenfalls eine grundsätzliche. „Peter Lemke war mein Jugendtrainer und wir haben beschlossen, dass es nur eine gemeinsame Zukunft als Trainerteam gibt oder gar keine. Wir sind also nur als Pärchen zu haben.“ Anfragen mehrerer Vereine habe es bereits gegeben, „aber eine endgültige Entscheidung fällt erst Anfang April“, so Tan. „Auf keinen Fall werden wir aber in der Kreisliga trainieren. Dort kann man kaum entwickeln, weil bereits viele Vereine mit verhältnismäßig viel Geld unterwegs sind. Dann schon lieber mit jungen Akteuren in der Kreisklasse.“
Eine Entwicklung wie „damals“ mit der A-Jugend von Este 06/70, die als Aufsteiger in die Kreisliga gleich wieder oben mitspielen konnte, hält Tan heute für sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist ohnehin die Arbeit bei einem Bezirksligisten.
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