SV Poseidon bleibt erstklassig!

Jacob Marsh eröffnete und beendete im zweiten Spiel gegen Würzburg den Torreigen. Als der 27-Jährige nach seinem dritten Treffer aus dem Wasser stieg, stimmten die Fans ein Geburtstagsständchen an; es war ein perfekter Tag für den US-Amerikaner. Foto: Witte
Hamburg: Inselbad |

Wasserball-Bundesliga: Zwei Siege gegen Würzburg brachten die Entscheidung

Von Rainer Ponik und Jens Witte. Was für ein Wochenende für den Hamburger Spitzensport: Erst schaffen die Bundesligafußballer vom HSV auch ohne Relegationsspiel den Klassenerhalt, nur einen Tag später steht fest, dass auch die Wasserballer des SV Poseidon erstklassig bleiben!
Die Hamburger gewannen auch das zweite und dritte Play-Down-Spiel in der Serie Best-of-five gegen den Mitaufsteiger SV Würzburg und gehören auch in der kommenden Spielzeit zur Creme-de-la-creme des deutschen Wasserballsports.
Nach dem mühsamen 6:5-Auswärtserfolg in Unterfranken konnten die „Meeresgötter“ die Entscheidung vor heimischer Kulisse im Inselparkbad jeweils schon früh erzwingen: Am Sonnabend gewannen die Hanseaten das Auftaktviertel gleich mit 5:0, tags darauf warfen die Hausherren gegen die nervlich völlig überforderten Gäste bis zum Seitenwechsel gar einen satten 8:0-Vorsprung heraus. In beiden Partien konnten sich gleich neun von zwölf eingesetzten Spielern in die Torschützenliste eintragen.
„Wir haben eine gute Saison gespielt und in der entscheidenden Phase die Nerven behalten“, freute sich SV-Coach Florian Lemke, der das Team erst im Herbst 2015 übernommen und auf Anhieb in die Bundesliga geführt hatte, über den Klassenerhalt seines Teams.
Gründungsmitglied SV Poseidon hatte bis 1980 durchgehend in der Bundesliga gespielt. Nach dem Abstieg in die 2. Liga hatte der SVP zwar fünf Mal die Wiederaufstieg geschafft, musste Deutschland höchste Spielklasse aber nach jeweils nur einer Saison sofort wieder verlassen. Die Verantwortlichen sehen gute Chancen, den Klub diesmal längerfristig in der Bundesliga zu etablieren.
„Wir haben bereits während der Saison viel Lob bekommen und können – anders als in der Vergangenheit – schon frühzeitig für die neue Saison planen. Das hilft uns natürlich auch bei der Zusammenstellung des Kaders“, sagt Manager Lars Hinkelmann.
Bevor die Spielzeit 2016/17 endgültig zuende geht, stehen am 10. und 17. Juni allerdings noch die Platzierungsspiele um Platz 13 der Deutschen Wasserball-Liga auf dem Spielplan. Florian Lemke hat seiner Mannschaft trotzdem eine siebentägige Trainingspause spendiert: „Sie sollen den Klassenerhalt feiern und genießen“. Zu Pfingsten nimmt der SVP dann an einem internationalen Turnier in Hameln teil, um sich auf die beiden Spiele gegen den SV Cannstatt, der sich im zweiten Abstiegsduell gegen den SC Neustadt/Weinstraße durchsetzen konnte, vorzubereiten.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.