Wilhelmsburgs neuer Norden

Im umrandeten Bereich soll das Spreehafenviertel entstehen. Foto: IBA

Spreehafenviertel: Am 2. November werden die Entwürfe
in der Aula der Schule Fährstraße vorgestellt

Olaf Zimmermann, Wilhelmsburg


In Wilhelmsburg sollen in den nächsten Jahren auf einer Fläche von 89 Hektar rund 5.200 Wohnungen entstehen. Auch zusätzliche Schulen, Kindertagesstätten und Gewerbeflächen sind vorgesehen. Die Planungen für das Spreehafenviertel, ein 20 Hektar großes dreieckiges Gelände zwischen Reiherstiegviertel, Ernst-August-Kanal und dem Spreehafen, sind gestartet. Rund 1.000 Wohnungen können hier gebaut werden. Angedacht ist eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Freizeit und Sport. Erhebliche Eingriffe in vorhandene Grünflächen drohen.
Bei den Planungen für das Spreehafenviertel konnten die Wilhelmsburger von Anfang an ein Wörtchen mitreden: Es gab eine online-Befragung und einen öffentlichen Workshop, in denen über 100 Bürger Ideen eingebracht und Verbesserungsvorschläge entwickelt haben. Daraus wurde ein Aufgabenheft für das Planungsteam erstellt, in dem auch die Anforderungen von Verwaltung und Politik skizziert sind.
Am Donnerstag, 2. November, werden die überarbeiteten Entwürfe um 18 Uhr in der Ganztagsschule Fährstraße noch einmal öffentlich vorgestellt. Wilhelmsburger können sehen, welche Ideen die Planer aufgenommen haben, und können weitere Verbesserungsvorschläge machen.
Die endgültigen Entwürfe präsentieren die Planer am 28. November um 18 Uhr in der Aula der Schule Fährstraße. Dann dürfen die Bürger auch über die Pläne abstimmen. Am Ende entscheidet eine Jury, welcher Vorschlag Grundlage der weiteren Planung wird.

Das wollen die Bürger
Diese Forderungen haben WIlhelmsburger beim Workshop „Spreehafenviertel“ formuliert:- Bebauung an vorhandene Strukturen des Bestandsgrüns anpassen
- Natur schützen, um Artenvielfalt zu erhalten
- Ursprünglichkeit bewahren: Grünbereiche naturnah und zum Teil wild belassen
- Wasserflächen für alle zugänglich machen
- Flächensparend bauen, hoch bauen
- Bezahlbaren Wohnraum schaffen
- Orte des Miteinanders schaffen, die es im Reiherstiegviertel noch nicht gibt
- Ernst-August-Kanal als Verbindungsweg und Aufenthaltsort gestalten
- Ruhige sichere Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer planen
- Deichzugang verbessern
- ÖPNV-Anbindung schaffen oder verbessern
- Möglichkeiten für Wohnen mit und ohne Auto vorsehen
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