Vom OP schnell auf den Marktplatz

Dr. Alexander Krueger und Julia Weisner als Meinungsforscher. Sie erkundeten, was nach Ansicht der Wilhelmsburger im Stadtteil an Gesundheitsangeboten fehlt. (Foto: S. Eyßer/Groß-Sand)

Mitarbeiter des Krankenhauses Groß-Sand waren im Stadtteil unterwegs und fragten, welches Gesundheitsangebot fehlt

Wilhelmsburg - In den vergangenen 14 Tagen hatten die beiden Chirurgen Dr. Alexander Krueger und Julia Weisner einen ungewöhnlichen Arbeitsplatz: Sie waren auf dem Berta-Kröger-Platz aktiv. Dort behandelten sie nicht in aller Öffentlichkeit Passanten, sondern stellten ihnen Fragen über das Krankenhaus Groß-Sand. Wie zufrieden sind die Wilhelmsburger eigentlich mit der Gesundheitsversorgung im Stadtteil?
Therapieleiter, Küchenchef, Pflegeberaterin oder auch zwei Ärzte hatten ihre Stände auf dem Berta-Kröger-Platz und dem Stübenplatz aufgebaut und befragten dort Passanten. „Wir sind auf die Meinung und die Erfahrungen der Wilhelmsburger angewiesen, auch um zu sehen, wo wir uns verbessern können“, so Dr. Alexander Krueger, Sektionsleiter der Orthopädie und Endoprothetik. „Der persönliche Kontakt zur Bevölkerung ist uns wichtig. Ein Stadtteil-Krankenhaus ist eben mehr als nur irgendein Haus im Stadtteil.“
Noch sind nicht alle Ergebnisse der Befragung ausgewertet. Doch klar ist, dass viele Befragte eine Röntgenpraxis im Stadtteil vermissen. Sie beklagen, für radiologische Untersuchungen nach Harburg oder noch weiter fahren zu müssen. Doch diesem Missstand wird im Klinikum Groß-Sand in wenigen Wochen Abhilfe geschaffen. „Unser Neubau wird am 3. Juli eröffnet“, so Geschäftsführer Dr. Jens Göring. Einziehen wird hier eine moderne Radiologie, die zukünftig auch die ambulante radiologische Diagnostik für Wilhelmsburg sicherstellen soll. Ebenfalls werden hier zukünftig Arztpraxen unterschiedlicher Fachrichtungen zu finden sein.

Hintergrund:

Das Wilhelmsburger
Krankenhaus Groß-Sand ist eine Klinik der Grund- und Regelversorgung sowie Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg. Es gibt 217 stationäre Betten. Zusätzlich gibt es 20 tagesklinische Behandlungsplätze in der Geriatrie.
Das Krankenhaus nimmt rund um die Uhr an der Not- und Unfallversorgung teil und bietet eine Frührehabilitation mit geriatrischem und neurologischem Schwerpunkt an. Träger des Krankenhauses ist die Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius.

Wilhelmsburger
Krankenhaus Groß-Sand
Groß-Sand 3
Tel. 75 20 50
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