Unterricht komplett auf Englisch

Das Englisch-Immersiv-Team der Nelson-Mandela-Schule
Ab dem nächsten Schuljahr wird die Nelson-Mandela-Schule (NMS) eine ihrer 5. Klassen ausschließlich in englischer Sprache unterrichten. Mit diesem neuen „Immersion“ genannten Profil ist die NMS kompetenter Kooperationspartner für alle Eltern, deren Kinder in der Grundschule bereits diese besondere Art des Sprachenunterrichts genießen konnten.
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Erwartungsvoll war die Stimmung auf dem gut besuchten Elternabend, als das achtköpfige „Immersions-Team“ der Nelson-Mandela-Schule (ehem. Stadtteilschule Kirchdorf) vergangenen Dienstag ihr neues Unterrichtsprofil präsentierte: Ab dem kommenden Schuljahr wird es eine 5. Klasse geben, die ihren gesamten Unterricht in englischer Sprache erhält. Herzlich eingeladen waren alle Eltern, deren Kinder bislang schon in der Grundschule Englisch als ausschließliche Unterrichtssprache benutzen.

„Dieses als „Immersionsmethode“ bekannte Konzept, bei dem die Kinder sozusagen vollständig in die neue Fremdsprache eintauchen, gilt als die bei Weitem effektivste Methode eine Sprache zu lernen“, sagt Gabriella Krause, Englisch-Fachleiterein an der NMS. An mehreren Hamburger Grundschulen, wie z.B. der Elbinselschule, wird sie bereits erfolgreich praktiziert. Damit der große Lernvorteil der Immersionsmethode dauerhaft ist, muss sie mindestens 6 Jahre angewendet werden. Den bislang offenen Bedarf von zwei Jahren wird die NMS ab 2012 decken.

In den Jahrgängen fünf und sechs sind es die Fächer Mathematik, Gesellschaft, Kunst, Sport, Musik, Biologie, Arbeitslehre und natürlich Englisch, die auf Englisch erteilt werden. „Aber auch in den Pausen sowie beim Loben, Schimpfen und beim Trösten werden wir nur Englisch sprechen,“ ergänzt Team-Mitglied Daniel Borovsky, „lediglich der Deutschunterricht erfolgt in Deutscher Sprache.“ Das bedeutet jedoch für keine der beiden Sprachen einen Nachteil.

Das künftige Jahrgangsteam besteht aus 8 Pädagoginnen und Pädagogen, die sprachlich und fachlich besonders qualifiziert sind. Auch die Fachlehrer sprechen fließend Englisch, sind entweder Muttersprachler in Englisch oder hatten langjährige Auslandsaufenthalte im englischen Sprachraum.

Die Motivation des Teams, dieses Projekt zu betreiben, ist deutlich zu spüren und gründet auch auf persönlichem Erleben. Musik-Pädagogin Martina Freund-Krüger: „Als meine Familie und ich vor Jahren aus Holland nach Deutschland zurückkehrten, sprach mein jüngster Sohn, der zuvor in einen internationalen Kindergarten ging, bereits ein gutes Englisch. Das ist hier in Deutschland schnell verloren gegangen. Wenn ich damals so ein Angebot gehabt hätte, wäre ich sehr glücklich gewesen.“
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