Stolpersteine sollen glänzen

Lutz Cassel von Massel Klezmorim nimmt die Rundgang-Teilnehmer mit auf eine Reise durch die jüdische Musikgeschichte. Foto: pr

Geschichtswerkstatt lädt zur Putzaktion mit Musik

Die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg veranstaltet am Sonntag, 15. Juni, unter dem Motto „Hier wäre ich Zuhause gewesen“, einen musikalischen Rundgang durch das Reiherstiegviertel. Los geht es um 13 Uhr auf dem Stübenplatz zu den neun Stolpersteinen. Die Band Massel Klezmorim untermalt die Führung mit einem Querschnitt der jüdischen Musikgeschichte.
Noch sind die Inschriften vieler Stolpersteine allerdings unter einer dicken Schicht Patina verborgen, die sich im Lauf des Jahres dort festgesetzt hat. „Für den Rundgang sollen die Stolpersteine ordentlich herausgeputzt werden“, so Margret Markert von der Geschichtswerkstatt. Die Organisatoren wünschen sich, dass die Menschen in der Nachbarschaft selbst zum Putzlappen greifen und die Stolpersteine vor ihren Haustüren wieder zum Glänzen bringen. Dazu benötigen die Helfer lediglich ein altes T-Shirt und ein günstiges Messingputzmittel aus dem Drogeriemarkt.
Folgende Stolpersteine von verschleppten und in Konzentrationslagern ermordeten Wilhelmsburger benötigen eine Säuberung: Bruno Schulz am Illenbroock 14; Familie Laser/Cohn am Vogelhüttendeich 40; Ehepaar Borower am Vogelhüttendeich 34; Familie Libis/Eggers an der Karl-Kunert-Straße; Martin Furmanel an der Ernastraße (Kehre); Ehepaar Bartfeld an der Mannesallee 31; Ehepaar Guttmann an der Veringstraße 47; sowie Hans und Katharina Leipelt und Hermine Baron an der Mannesallee 20.
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