Spannend: Zwölf neue Läden im Reiherstiegviertel

Vom 28. August bis 4. Oktober wird im Reiherstiegviertel leer stehenden Ladenflächen mit vielen ungewöhnlichen Geschäftsideen wieder Leben eingehaucht. Foto: pr

Popup - Das Lädenfestival in Wilhelmsburg:
vom 28. August bis 4. Oktober

Leere Schaufenster gehören im Reiherstiegviertel zum alltäglichen Anblick. Mit dem popup-Lädenfestival soll verwaisten Ladenflächen jetzt neues Leben eingehaucht werden. Am 28. August machen überall im Viertel Läden auf. Bis zum 4. Oktober haben sie Zeit, die Herzen der Kundschaft zu erobern. Danach verschwinden sie wieder - oder eben nicht. Begleitet wird das Festival von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Über das Lädenfestival sprach das Wochenblatt mit Kerstin Schaefer (Hirn und Wanst GmbH).

Wer ist Initiator der Aktion? Organisiert wird das Festival von der Wilhelmsburger Produktionsfirma Hirn und Wanst mit Sitz in den Zinnwerken. Finanziell unterstützt wird das Festival unter anderem durch Sondermittel der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte mit 14.000 Euro. Weitere Förderer sind unter anderem der Sanierungsbeirat südliches Reiherstiegviertel, Hamburg Energie, die Hamburg Kreativ Gesellschaft und SAGA/GWG.

Wie viele PopUp-Läden entstehen? Es entstehen zwölf Läden. Alle Läden sind hier aufgelistet: www.popupwilhelmsburg.de.
Zusätzlich gibt es auch noch eine Reihe von Veranstaltungen rund um das Festival.

Wie hoch sind die Mietkosten und wer zahlt? Die Vermieter der Läden (von der SAGA GWG über die Sprinkenhof bis hin zu mehreren privaten Vermietern) nehmen für den Zeitraum des Festivals keine Miete. Die Mieter müssen nur für die anfallenden Neben- und Betriebskosten aufkommen.

War es schwer, die Eigentümer der Immobilien ins Boot zu holen? Es war sehr zeit- und arbeitsaufwändig, so viele Läden zusammen zu bekommen, und es gab eine ganze Reihe von Absagen an uns. Aber jetzt, wo die enormen Chancen des Projekts erkannt werden, mussten wir bereits einigen Vermietern absagen.

Sind weitere PopUp-Aktionen geplant - etwa vor Weihnachten? Bisher nicht. Für uns alle ist dieses Projekt ein Versuch, nachhaltig etwas zu bewirken.

Wie kommen Sie an die Menschen mit "Ladenträumen"? Konnte man sich bewerben? Das Bewerben geschah quasi ständig, seit dem wir unsere Büros in den Zinnwerken bezogen haben und hat sich nochmals vermehrt, als der FlohZinn startete. Immer wieder wurden wir gefragt, ob sich einzelne Geschäfte dauerhaft bei uns ansiedeln können. Wir waren selber erstaunt über die große Anzahl und hohe Qualität der Ideen, weshalb wir nach einem Weg suchten, ihnen bei der Umsetzung zu helfen.

Was ist das Ziel des Lädenfestivals?
Kerstin Schaefer: „Ziel ist, dass die Ladenbetreiber ihre Ladenideen quasi unter echten Bedingungen ausprobieren können und die Ladenlandschaft in Wilhelmsburg - zumindest für einen bestimmten Zeitraum, zeigt, wie aufregend sie sein könnte. Es geht aber auch darum eine langanhaltende Entwicklung anzustoßen. Popup soll helfen, dass möglichst viele neue Läden bleiben können und Neues entsteht.
Von Anfang an wurde deshalb mit den Wilhelmsburger Gremien wie dem Sanierungsbeirat, mit Vereinen wie der IG Reiherstieg und den Geschäftsleuten (vom türkischen Schlachter Kaya, der das Festivalzentrum am Stübenplatz zur Verfügung gestellt hat, bis zum Buchhändler Lüdemann) gesprochen und kooperiert, um Konkurrenzsituationen zu vermeiden.
Genug leere Ladenflächen und noch nicht besetzte Geschäftsbereiche sind auf jeden Fall vorhanden, und in den letzten Jahren sind auch neue Käuferschichten hierher gezogen, die eine lebendige Geschäfteszene in Wilhelmsburg unterstützen können.“

Die zwölf
popup-Läden

Folgende zwölf Läden öffnen vom 28. August bis 4. Oktober: Speisepilzlabor, Nonstop Schwitzen-Bar, Seiffert de Sign, Slow Fashion Room, La Boutique, Der Comicbus, Möwe, Idyl, Plattenverkostung und Bunker93, Die Inselpension, Seffl Interior sowie Let’s get Lost.
Öffnungszeiten: do + fr 14 bis 20 Uhr, sa + so 12 bis 18 Uhr.
Das Rahmenprogramm: Der erste Wilhelmsburger
Straßenessentag „Schlürf & Schmatz“ wird auf dem
Stübenplatz zelebriert, es gibt abendlichen Tresensport zur Rettung der Wilhelmsburger Gardinenkneipen und geführte Shoppingtouren mit historischen Infos durch die temporären popup-Läden.
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