Schüler wollen Vorurteile abbauen

Die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg warten gespannt auf die anstehende Projektwoche. Foto: FS
 
Duygu Aslan, Mert Metli und Volkan Hielscher (v.l.) bilden das dreiköpfige Leitungsteam des Projekts. Foto: FS

Projekt „Meine Stadt, meine Jugend, mein Bezirk – ein Dokumentationsfilm
von Blankenese nach Wilhelmsburg“ begeistert Hamburger Schulen

Fatma Sahin, Wilhelmsburg

Die Klasse 11a der Stadtteilschule Wilhelmsburg arbeitet derzeit an einem einzigartigen Projekt. Unter dem Titel „Meine Stadt, meine Jugend, mein Bezirk – ein Dokumentationsfilm von Blankenese nach Wilhelmsburg“ werden sie fünf Schulen und die jeweiligen Stadtteile genauer unter die Lupe nehmen.
Die Schüler wollen erfahren: Was sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Jugendlichen, die in verschiedenen Stadtteilen wohnen? Welche Vorurteile gibt es gegenüber den beteiligten Stadtteilen?

Auch Wohnverhältnisse werden verglichen

„Die Planungsphase ist bereits abgeschlossen“, berichtet Volkan Hielscher (16), einer von drei Projektleitern, stolz. In der Projektwoche werden die 20 Schüler jeden Tag eine der fünf ausgewählten Schulen besuchen. Über den Tag verteilt sollen Kennenlernspiele, Befragungen, Hospitationen und Interviews durchgeführt werden. Auch Hausbesuche bei ausgewählten Schülern stehen auf dem Plan, um die Wohnverhältnisse vergleichen zu können.
Volkan Hielscher: „Mit unserem Projekt wollen wir einen Stein ins Rollen bringen. Das soll der erste Schritt sein, um Vorurteile abzubauen.“ Deshalb soll das gesamte Projekt auch mit der
Kamera begleitet werden.
Den erarbeiteten Film und die Ergebnisse ihrer Befragungen sowie Interviews wollen die Wilhelmsburger zum Abschluss vorführen. Alle am Projekt beteiligten Schulklassen werden eingeladen.
Mit ihrer Projektidee konnten die Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg die Julius-Leber-Schule in Schnelsen, die Stadtteilschule Blankenese, das Gymnasium Eppendorf, das Harburger Niels-Stensen-Gymnasium und die Stadtteilschule Lohbrügge schnell für sich gewinnen. Projektleiter Mert Metli (16) ist begeistert von den positiven Rück- meldungen: „Eine Schule hat
sogar angefragt, ob sie an der Planungsphase des Projekts mitwirken kann.“ Doch das wollte die 20-köpfige Projektgruppe nicht. Sie haben das Projekt eigenständig erarbeitet und möchten es auch alleine zu Ende bringen.

„Wir werden selbstständiger und knüpfen Kontakte“

Interview mit Duygu Aslan von der Projektleitung

Duygu Aslan (16) gehört zur dreiköpfigen Projektleitung. Was hat sie bei diesem Projekt bislang erlebt? Ein Interview.

Was für eine Erfahrung ist es, an diesem Projekt mitzuwirken?
In der 10. Klasse habe ich
bereits eine ähnlichen Projektphase durchlebt. Damals haben wir auch sehr viele Projekte wie Stadtteilrundgänge geplant. Für mich ist die Projektplanung nichts Neues, weil ich schon zuvor entsprechende Erfahrungen sammeln konnte. Deshalb fällt mir die Durchführung des Projektes auch viel leichter, weil ich mich vorher damit auseinander gesetzt habe.

Was ist das Spannendste an eurem Projekt?
Gemeinsam mit Volkan und Mert haben wir die Projektleitung übernommen. Als Leiterin habe ich die Aufgabe, den Überblick über das gesamte Projekt zu behalten und den einzelnen Gruppen zu helfen. Es ist spannend zu sehen, wie die einzelnen Gruppen agieren und miteinander umgehen. Diese Rolle ist neu und interessant für mich.

Weshalb sollten solche Projekte an Schulen durchgeführt werden?
Diese Projekte fördern unsere Selbstständigkeit. Wir können Erfahrungen sammeln und viel für die Zukunft lernen. Zudem können wir durch das Projekt neue Kontakte knüpfen. Das ist sehr wichtig.

Welche Erfahrungen hast du bis jetzt machen können?
Als Leiterin muss ich immer auf dem aktuellen Stand sein. Wenn mir meine Lehrerin schreibt, dass ich etwas weiterleiten soll, muss ich es auch tun. Es ist schwierig, alles mitzuverfolgen und gleichzeitig an meinen eigenen Aufgaben weiter zu arbeiten. Ich muss alles im Auge behalten. Die Leitung des Projektes zu sein ist schwer, aber gemeinsam mit Volkan und Mert klappt es.
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