Rhapsody in School: Oper in der Schule?!

Opernsängerin Rebecca Jo Loab weckte die Neugierde für klassische Musik und begeisterte die Jugendlichen durch ihr Offenheit. Foto: Elisabeth Hintze (Foto: Foto: Elisabeth Hintze)
 
Foto: Elisabeth Hintze (Foto: Foto: Elisabeth Hintze)
Eine ganz normale Chorprobe? Nein, heute nicht!
Rebecca Jo Loap, Opernsängerin an der Staatsoper Hamburg, besucht die Nelson-Mandela-Schule.

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Fast 30 Sängerinnen des Chores der Klassen 7, 8 und 9 sitzen nach einem anstrengenden Tag in der Aula und warten, dass die Chorprobe um 15 Uhr beginnt.

Heute ist es aber anders als sonst. Nach einer kurzen Begrüßung durch Chorleiterin Elisabeth Hintze bringen sich Rebecca Jo Loab und ihre Pianistin nach dem Aufbau einer imaginären Szene in Positur:

Wer kommt?

Wer ist „sie“, diese junge, hübsche Frau mit dem langen braunen Haar? Selbstbewusst steht sie vor dem Kreis der Jugendlichen, schaut alle an, stimmt sich innerlich mit den ersten Klängen des Flügels auf ihre Rolle ein.

Klar, leuchtend, kräftig dann die Stimme von Loab, ihre Bewegungen klar, groß, auch mal schelmisch und kokett. Ihre Mimik ist facettenreich, Theater der höchsten Klasse! Sie spielt eine Rolle: einen Mann, der einen Liebesbrief übergeben soll.
(Und wenn eine Frau eine Männerrolle spielt, dann nennt man das „Hosenrolle“.)

Applaus bricht aus! Alle sind beeindruckt! Das klingt ungewohnt, nimmt uns doch gefangen und beeindruckt alle! Was für eine Stimme! Was für eine Ausstrahlung!

Fragen

Danach dürfen die jungen Chorsängerinnen fragen, was sie wollen: „Ist Ihre Stimme immer so? Oder können Sie auch ganz normal singen?“ will Gisela wissen. „Welchen Stimmumfang haben Sie?“ Dabei singt Rebecca Jo Loab ihre höchsten bis tiefsten Töne vor. Sie ist ein Mezzosopran, hat also eine Stimme zwischen Sopran und Alt.

„Und was verdient eine Sängerin?“ „Kennen Sie auch berühmte Popstars?“ Und auch die Pianistin wird interviewt, wie auch sie denn Berufsmusikerin wurde und wie viel Übung es kostet, diesen Weg einzuschlagen.

Und: Wie kommt überhaupt eine amerikanische Sängerin von Amerika nach Deutschland und dann ausgerechnet an die Hamburgische Staatsoper? Und so packt Rebecca Jo Loab ihr Leben aus, macht ihren Lebenslauf auf und lässt die Heranwachsenden etwas teilhaben und wird auch manchmal recht persönlich.

Vielen Dank!

„Gut, dass es Rhapsodie in School gibt; gut, dass Musikerinnen und Musiker uns besuchen und so eine Brücke zu einem ganz anderen Leben bauen und unseren Horizont erweitern!“ bekennt Elisabeth Hinze und bedankt sich bei Makiko für die Fingerfertigkeit am alten Schulflügel, Rebecca Jo Loab für den verzaubernden Gesang und die große Offenheit und Dorit Schramm für die Organisation bei Rhapsodie in School!


Information:
Rhapsodie in School ist eine Initiative von Künstlern mit dem Ziel, Schüler an klassische Musik heranzuführen.

Einzigartig dabei: Die mit dem Projekt verbundenen Spitzenmusiker kommen zu den Schülern in die Schule! Die Schüler erfahren hautnah von dem inneren Motor und der Leidenschaft, mit welcher der Solist seinem Beruf und seinen Lebenszielen nachgeht.

Somit kann der Musiker auch zu einer Inspirationsquelle für die Lebensgestaltung der Jugendlichen werden. Gleichzeitig kommen die Künstler ihrem Anliegen nach, bei den Schülern Neugierde und Freude an der klassischen Musik zu wecken und das Bewusstsein für die Bedeutung unserer Kultur zu schärfen.

Elisabeth Hintze
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