Neues Land für Wilhelmsburg

Am Veringkanal gehts auf zu neuen Ufern: Nuriye Tohermes (l.), Amalia Ruiz-Larrea und Finn Brüggemann wollen mit Unterstützern eine neue Inselwelt bauen. (Foto: ats)

Am Veringkai soll eine Inselgruppe aus Pontons entstehen

Andreas Tsilis, Wilhelmsburg - So etwas hat Hamburg noch nicht gesehen: Am Veringkanal, in Nachbarschaft zu Honigfabrik und Künstlerzentrum, soll ein „Archipel“ entstehen. Amalia Ruiz-Larrea (25), Nuriye Tohermes (28) und Finn Brüggemann (26), allesamt Design-Studenten an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK), wollen mittels sechs größerer Schwimmpontons bis zu 75 Quadratmeter Land auf dem Wasser realisieren.
„Jeder Ponton ist eine Insel. Alle zusammen bilden das Archipel“, sagt Brüggemann. Neu ist die Idee, dem feuchten Element ein Stück Land abzuringen, nicht. Einmalig ist aber, dass am Wilhelmsburger Projekt verschiedene Interessengruppen und Nachbarn beteiligt sind.
Die Studenten und eine Handvoll weiterer Förderer und Kulturschaffender nennen ihr Projekt deshalb „kollaborativ gebauten, offenen Raum auf dem Wasser“. „Jeder soll willkommen sein, sich einzubringen“, sagt Brüggemann. „Die Inseln werden, was ihre Nutzer daraus machen.“

Fördermittel für
das Archipel sind beantragt


Das Archipel kann Bühne, Forschungsstation, Küche, Kino, Marktplatz, Druckwerkstatt oder Schule werden. Besonders am Herzen liegt den Initiatoren die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Es sei wichtig, erklärt Nuriye Tohermes, „dass junge Menschen ihren Lebens-Ort nach ihren Vorstellungen mitgestalten können.“
Manches beim Archipel-Projekt ist dafür bereits auf den Weg gebracht worden. Neben „crowd funding“ (Geld einwerben im Internet) und viel ehrenamtlicher Arbeit, hat man unter anderem Fördermittel aus dem staatlichenVerfügungsfond „Wilhelmsburg S5“ beantragt. Ob das Geld fließen wird, ist derzeit noch unklar.

Archipel-Projekt
Die Gesamtkosten werden mit 17.950 Euro angegeben. Der Großteil der Finanzierung (13.150 Euro) erfolgt über „crowd funding“ und „Drittmittel“ (unter anderen Fachbehörden, Hamburger Kulturstiftung). 1.500 Euro wurden aus dem Verfügungsfond „Integrierte Stadtentwicklung/Wilhelmsburg S5“ für das südliche Reiherstiegviertel beantragt.
Allein die Kosten für Kauf und Aufbau der sechs Pontons (jeder 2,50 mal 5 Meter) belaufen sich auf 11.550 Euro.
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