Neue Küche für das Haus der Jugend

Uli Gomolzig (l.) und Architekt Erwin Jochem freuen sich, dass die Küche nach 3,5 Monaten Bauzeit nun fertig ist. Elem Türeme kocht und backt ein Mal die Woche mit 15 Schulkindern im HdJ im Rahmen der Nachmittagsbereuung. Für die Einweihungsfeier haben ihre Schützlinge süße Köstlichkeiten zubereitet. Foto: as

Bezirksamt investiert 180.000 Euro in moderne Gastronomieküche

Von Anna Sosnowski.
Hier macht das Kochen wieder Spaß: Das Haus der Jugend Wilhelmsburg hat vor Kurzem seine neue, moderne Küche eingeweiht. „Wir haben sie dringend gebraucht“, sagt Uli Gomolzig, seit 25 Jahren Leiter der Einrichtung. Denn die zur Wohnungsküche aufgestockte kleine Teeküche war in die Jahre gekommen und entsprach schon lange nicht mehr den hygienischen, bautechnischen und brandschutztechnischen Anforderungen.
Kochen ist ein ganz wesentliches Element in der großen Einrichtung, die wöchentlich von rund 600 Stammnutzern besucht wird. Bis zu 100 Essen werden hier täglich gekocht. In der modernen Gastronomieküche sollen es zukünftig noch mehr sein. Gomolzig will mehr Kochkurse für Kinder und Eltern anbieten und das Projekt „Essen und mehr“ ausweiten. Dabei versorgt das Haus der Jugend jeden Samstag zwischen 16 und 20 Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft mit einem kostenlosen Mittagessen. Die Kinder helfen mit – vom Einkauf bis zum Abwasch. Das gemeinsame Essen – am Tisch mit Messer und Gabel – sei besonders wichtig. „Es gibt Zehnjährige, die das nicht können“, erzählt der Sozialpädagoge. Auch Hunger sei noch immer Thema im Stadtteil, erzählt er. Deshalb habe er immer etwas für die jungen Besucher im Kühlschrank. „Wenn es nur ein Teller Suppe ist“, sagt Gomolzig.
Auch andere Nutzer des HdJ profitieren vom Umbau. Die hier ansässige Kita Inselkinder versorgt ihre Schützlinge mit frischen Mahlzeiten – täglich sind es um die 40 Essen. „Es ist alles viel schöner und geht viel besser von der Hand“, freut sich Kita-Leiterin Andrea Weih-Reiche. Besonders die neue Haubenspülmaschine und der Kombidämpfer erleichtern ihr die Arbeit.
Der Umbau hat 180.000 Euro gekostet. Bauherr ist nicht der Eigentümer Saga, sondern das Bezirksamt Hamburg Mitte. Architekt Erwin Jochem vom Sozialraummanagement des Bezirksamtes freut sich, dass die Arbeiten im Kostenrahmen geblieben sind – trotz vieler unvorhergesehener Herausforderungen in dem Bau von 1967.
Ohne die Hilfe der Jugendlichen, die beim Ausbau der alten Küche und bei Malerarbeiten mit angepackt haben, wäre das nicht gegangen. „Das ist eine Restaurantküche, die wir hier realisieren konnten“, sagt Jochem begeistert.
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Andreas Brohm aus Wilhelmsburg | 10.12.2014 | 22:32  
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