Neue Aula für Schule Rotenhäuser Damm

Moderne Schule: Der Neubau soll – wie schon das bisherige 50er-Jahre-Gebäude – den Altbau mit dem „Y-Bau“ verbinden. Grafik: GMH Gebäudemanagement Hamburg.
 
Mehr Platz: Schulleiter Ole Junker freut sich auf die neue Schulaula. Foto: pr

Auch eine Küche ist vorgesehen – geplante
Fertigstellung: Frühjahr 2018

Ch.v.Savigny, Wilhelmsburg

Die Modernisierung der Schulen in Hamburg schreitet weiter voran: Bis zum Frühjahr nächsten Jahres bekommt jetzt die Grundschule Rotenhäuser Damm ein neues zweistöckiges Gebäude mit Aula, Mensa, Küche und Verwaltungsräumen. Kostenpunkt des Gesamtprojekts: rund 3,5 Millionen Euro. Der Neubau entsteht an Stelle der alten eingeschossigen Pausenhalle aus den 1950er Jahren, deren Abriss bereits begonnen hat. Zuständig für die Baumaßnahmen ist die GMH Gebäudemanagement Hamburg.
Eine wesentliche Neuerung für die Schulen der Hansestadt ist der Einbau einer so genannten „Vitalküche“. Dort können zum Beispiel Salate angerichtet sowie kleinere Speisen zubereitet werden. „GMH wird den Bau soweit vorbereiten, dass der Einbau einer solchen Küche möglich ist“, erläutert Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde. „Damit kann mit frischen Lebensmitteln gekocht und gebraten werden. Insgesamt erhalten in den kommenden Jahren 25 Schulen eine solche Vorbereitung.“ Die tatsächliche Ausstattung müsse allerdings noch von der Schulbehörde genehmigt werden.
Für die Schule Rotenhäuser Damm – seit dem Schuljahr 2014/15 offene Ganztagsschule – bedeutet das neue Funktionsgebäude einen Segen: Gerade die 280 Quadratmeter große Aula bietet mit ihren herausnehmbaren Zwischenwänden unschätzbare Vorteile – etwa im Rahmen von Theaterproben und -aufführungen. Zudem müssen die – aktuell etwa 300 – Schüler nicht mehr die Mensa im gegenüberliegenden Sprach- und Bewegungszentrum benutzen. Aufgrund von Rasern im Rotenhäuser Damm hatte dies die Schulleitung als zu gefährlich eingeschätzt (das Wochenblatt berichtete).
Noch nicht geklärt ist die Verschalung des Neubaus: Die von der GMH präferierte Fassade aus Lärchenholz war vom Sanierungsbeirat abgelehnt worden, weil sie angeblich zu schnell verwittere und vergraue. „Wir sind noch in der Abstimmung“, erklärt Behördensprecher Stricker.
Auf der Elbinsel stehen nach Angaben der Finanzbehörde im Laufe der nächsten Jahre weitere Schulumbauten und Modernisierungen an: So wird bis 2019 die Grund- und Stadtteilschule Wilhelmsburg am Perlstieg und in der Rotenhäuser Straße umfassend erweitert. Geplant sind ein Forum mit Mensa, Aula, Bühne Bibliothek und Fachräumen sowie 27 Klassenräume plus Verwaltung und Sporthalle. Investitionsvolumen: rund 25 Millionen Euro. In der Dratelnstraße wird bis 2018 die Staatliche Gewerbeschule für Metalltechnik um- und teils neu gebaut. Kostenschätzung: 24 Millionen Euro.

Interview mit Schulleiter Ole Junker

ch.v.savigny, wilhelmsburg

Im Gespräch mit dem Elbe-Wochenblatt schwärmt Ole Junker, Leiter der Schule Rotenhäuser Damm, von einem „Herzstück für den Ganztagsschulbetrieb“. In der Tat erhält die Schule mit der neuen Aula endlich ein Gebäude, das den vielfältigen Wünschen und Anforderungen von Schülern, Eltern und Lehrern gerecht wird. Drei Fragen an den Schulleiter:

Welche Vorteile ergeben sich durch die Aula für Schüler und Lehrer?
Dank der neuen ‘Frischeküche’ kann das Mittagessen zum Teil frisch zubereitet werden. Außerdem gibt es einen ‘Garer’, der die angelieferten Komponenten punktgenau fertig gart – sodass die Nudel auch um 14 Uhr noch al dente ist.
Im ersten Obergeschoss wird die gesamte Verwaltung zusammengefasst. Es entsteht ein Lehrerzimmer mit über 100 Quadratmetern. Unser bisheriges Lehrerzimmer hatte eine Fläche von 36 Quadratmetern – für 36 Kolleginnen und Kollegen! Sämtliche Funktionsträger der Schule erhalten ein eigenes Büro. Das schafft eine enorme Effizienz in den täglichen Abläufen. Alles wird geräumiger, großzügiger und moderner.

Ändert sich etwas am Schulbetrieb? Werden Sie künftig mehr Aktivitäten und Veranstaltungen anbieten können?

Es wird eine Bühne mit entsprechender Technik (Beleuchtung, Ton) und zusätzlichen Nebenräumen entstehen. Dies wird dem Unterrichtsfach ‘Darstellendes Spiel’ einen echten Schub geben und letztendlich allen schulischen Veranstaltungen einen angemessenen Rahmen bieten.

Die Bauarbeiten finden parallel zum Schulbetrieb statt. Welche Maßnahmen trifft die Schule, damit die Schüler möglichst wenig gestört werden?

Die Bauarbeiten verlaufen mit einem Geräuschpegel, der den Schulbetrieb nicht stört. So wurde auch der Abriss in die Sommerferien gelegt. Wir rechnen nicht mit anhaltend lauten Störungen. Es ist völlig normal, dass auf dem Bau auch mal geflext, gehämmert und gebohrt werden muss. Das halten wir aus. Der Schulhof und damit der Pausenbetrieb ist eigentlich nicht betroffen, da das Gebäude am Standpunkt der alten Pausenhalle entsteht.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.