Nelson-Mandela-Schule:: Offener Brief des Elternrats

Offener Brief an das Kollegium der Nelson-Mandela-Schule im Stadtteil Kirchdorf und an die BSB zur Kenntnis

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Hamburg, 5.12.2011

Liebe MitarbeiterInnen der Nelson-Mandela-Schule,

aus dem Hamburgischen Schulgesetz ergibt sich unter anderem ganz nüchtern, dass sich die Elternräte an den Hamburger allgemeinbildenden Schulen für die Belange der Schule einzusetzen haben und dass dazu Schulleitung und Lehrkräfte die erforderlichen Auskünfte zu erteilen haben.

In der Praxis wird daraus zumeist ein Befragen im Stile eines Controllings – die leitenden Mitarbeiter der Schulbehörde sprechen gern von „Eltern-Monitoring“. Nach der Auskunftserteilung folgen dann meistens Forderungen der Eltern, im besten Fall in Form von konstruktiver Kritik.

Der Elternrat unserer Schule ist das ganz anders gewohnt, denn wir müssen nicht mit Fragen bohren, weil wir unaufgefordert und ausführlich informiert werden. Wir sehen uns auch deswegen nicht als Controller, weil wir als Teammitglieder dieser Schule behandelt werden und einen freundlichen und offenen Umgang mit Ihnen allen gewohnt sind. Weil das alles keine Selbstverständlichkeiten sind, danken wir Ihnen mit diesem Brief ganz herzlich dafür und wünschen uns, dass es so bleibt.

Die Mitarbeiter dieser Schule sind nach unserer Wahrnehmung etwas ganz Besonderes und wir sind sehr froh, unsere Kinder in Ihrer Obhut zu wissen; dazu hätte es für uns nicht des besten Ergebnisses aller Hamburger Schulinspektionen bedurft – wir wussten das auch so.

Wir wissen aber auch, dass eine vollzeitbeschäftigte Lehrkraft, mit dem Engagement, das unsere Kinder an dieser Schule täglich erfahren dürfen, nicht noch weitere Belastungen verkraften kann; wir beobachten mit Sorge um unsere Kinder, dass einige von Ihnen –ohne laut zu klagen- bereits schwer zu kämpfen haben. Aus diesem Grunde fordern wir die BSB auf, das Lehrerarbeitszeitmodell zu überarbeiten und für Entlastungen zu sorgen.

Der Vorstand

Fouzia Dehnert ; Harry Schiller
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