Mieterpavillon verrottet

Seit 16 Monaten steht der Mieterpavillon am Weimarer Platz leer. Was mit der Immobilie geschehen soll, ist noch immer unklar. In Kürze soll es angeblich eine Entscheidung der Bezirksversammlung geben. (Foto: tsilis)

Weimarer Straße: Poker um die Sanierung zwischen Saga/GWG, IBA, Sprinkenhof und Stattbau hat begonnen

Tsilis/Istel, Wilhelmsburg - Der ehemalige Mieterpavillon am Weimarer Platz tauchte im SAGA/GWG-Geschäftsbericht 2010 als „Herzstück“ des umgestalteten, südlichen Reiherstiegsviertels auf. Noch 2013 sprach die IBA vom „Schmuckstück“, in der zum Weltquartier umgemodelten 80 Jahre alten, ehemaligen Backsteinsiedlung. Davon ist seit dem 21. November 2013 nichts mehr übrig: Aufgrund eines Wasserschadens rottet der 400.000 Euro teure Plattenbau vor sich hin. Weder SAGA/GWG noch IBA können genau sagen, wie es weitergehen soll.
SAGA/ GWG stellt sich auf den Standpunkt, dass „die Sprinkenhof AG zunächst klären soll, ob der Pavillon überhaupt sanierungs- und nutzungsfähig ist“. Das kann die Sprinkenhof AG aber nicht mehr: Seit Juli 2014 ist sie nicht mehr Eigentümerin des Pavillons. An ihre Stelle ist die Sprinkenhof GmbH getreten, und die will in der Sache erst einmal abwarten. Unternehmenssprecher Lars Vieten: „Es wurde vereinbart, dass die IBA in Zusammenarbeit mit der Stattbau Hamburg GmbH den Schaden an dem Objekt beheben und die Vermietbarkeit wieder herstellen wird.“ Ist das geschehen, können nach Angaben von Vieten wieder Gespräche zur Vermietung des Objektes geführt werden.
Fragt man bei der Stattbau nach, erfährt man – nichts. Bei der IBA heißt es, das man „derzeit die Vorbereitungen zur Schadensbehebung durchführe“. Wann die Arbeiten los gehen sollen, weiß auch Pressesprecherin Anke Hansing nicht. Ebenfalls im Dunkeln bleibt die Höhe des aufgelaufenen Sachschadens.
Mittlerweile ist der Mieterpavillon zum Politikum geworden. Im Januar wurde im Regionalausschuss ein Petitionsantrag formuliert: Der Pavillon solle so schnell wie möglich saniert und wieder als Nachbarschaftstreff eingesetzt werden. Kesbana Klein (SPD) rechnet in Kürze mit einer Entscheidung der Bezirksversammlung.
Die Anwohner selbst sind hin- und hergerissen, einige wünschen sich den Nachbarschaftstreff zurück, andere würden den Pavillon lieber zugunsten von Parkplätzen abreißen lassen.
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Kesbana Klein aus Wilhelmsburg | 15.04.2015 | 20:40  
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