Margot Schroeder in der Nelson-Mandela-Schule

Hamburg: Nelson-Mandela-Schule | Am Freitag, 4. November, durfte der Jahrgang 13 der Nelson-Mandela-Schule (NMS / ehem. Stadtteilschule Kirchdorf) hinter die Kulissen der Gedichtproduktion blicken. Die Schriftstellerin Margot Schroeder las in der Aula aus eigenen Werken, sprach über den Prozess des Schreibens und beantwortete viele Fragen zum Thema „Liebeslyrik“.

Dass es Gedichte „in sich haben“, wurde in den letzten Wochen manchen Schülern leidvoll klar, wenn Deutsch mit dem Semesterthema „Liebeslyrik“ auf dem Stundenplan stand. Die Sprache von Gedichten ist oft so verkürzt, ihre Bilder so verdichtet, dass es manchmal kaum möglich ist, einen wirklichen Interpretationsansatz zu finden. Doch dieses Thema wird im nächsten Abitur geprüft, und so eignen sich in Hamburg gerade alle Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs das nötige Werkzeug für die Interpretation von Gedichten an.

Zu dem Gespräch mit Margot Schroeder, die sowohl in der Prosa, als auch in der Lyrik zu Hause ist, hatten die Schüler viele Fragen mitgebracht. Sie erfuhren, was der Anlass für ein Gedicht sein kann, wie einzelne Gedanken bearbeitet und nochmals bearbeitet werden, bis ein Gedicht fertig ist und der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Auch welche Rolle Reim und Rhythmus spielen, warum der letzte Satz so wichtig ist. Mit viel Witz und der ihr eigenen Lebendigkeit gelang es Margot Schroeder, die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer bis zum Ende zu fesseln. Gerade ihre Mischung von Erzählungen über ihren persönlichen Werdegang, der Lesung ausgewählter Gedichte und dem punktgenauen Beantworten von Fragen brachte den Schülerinnen und Schülern den Prozess und Hintergrund von Lyrik nahe.

Nach dem Vortrag dürfte so mancher mit der Erkenntnis nach Hause gegangen sein, dass ein Gedicht kein abstraktes, blutleeres Gebilde, sondern das intensiv bearbeitete Produkt eines leidenschaftlichen Menschen ist, der seine ganz persönliche Sicht der Dinge äußert.

Maria Gawrosch
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