Kundenzentrum macht dicht

Die Kundenzentren in Wilhelmsburg wie in Finkenwerder werden ab Sommer dicht gemacht. In Finkenwerder gibt es seit längerem nur noch einen Öffnungstag.

Ersatz durch „mobilen Dienst“

Ch. v. Savigny, Wilhelmsburg

„Aus“ für das Kundenzentrum im Wilhelmsburger Rathaus: Die Dienststelle an der Mengestraße wird definitiv geschlossen – und zwar voraussichtlich in diesem Sommer. Als Ersatz soll ein „mobiler Dienst“ eingerichtet werden, bei dem die Wilhelmsburger auch weiterhin ihre Amtsgeschäfte erledigen können.
Bislang hat das Kundenzentrum der Elbinsel an vier Tagen pro Woche geöffnet: zweimal ganztägig, zweimal halbtags. Laut Bezirksamt wird der „mobile Dienst“ künftig nur noch zweimal pro Woche für die Bewohner da sein. Auch andere Zentren sind betroffen: So wird unter anderem die Einrichtung in Finkenwerder geschlossen und durch einen „mobilen Dienst“ ersetzt. Die Hamburger Kundenzentren sind für Melde- und Ausweisangelegenheiten zuständig.
Als Hintergrund für die Maßnahme gibt die Stadt „wirtschaftliche und organisatorische Gründe“ an. Es gibt zu wenig Personal, um die Kunden zeitnah zu bedienen. „In manchen Kundenzentren hatten wir Vorlaufzeiten von bis zu 60 Tagen, da mussten wir reagieren“, sagt Sorina Weiland, Sprecherin des Bezirksamts Mitte. Die langen Wartezeiten sollen dem Kunden künftig erspart bleiben, indem andere Dienststellen mehr Personal einsetzen und länger geöffnet bleiben. Die Servicezeiten des Kundenzentrums in der Steinstraße (City) etwa verlängern sich ab Juni von derzeit 29 Stunden auf 60 Stunden pro Woche. Für eine weitere „Filiale“ in der Stadt ist eine Sonnabendöffnung im Gespräch.
Verantwortlich für die Umstrukturierung zeichnet die „Kasse.Hamburg“, eine Abteilung der Finanzbehörde. Bis Ende 2018 soll die Maßnahme hamburgweit abgeschlossen sein. Wo der „mobile Dienst“ in Wilhelmsburg unterkommen wird, steht noch nicht fest. „Das kann – wie bisher – das Rathaus sein, aber auch die Bücherhallen“, so Weiland, die einen „nahtlosen Übergang“ verspricht. „Es wird keinen Wilhelmsburger geben, der zum Beispiel Probleme mit seiner Passverlängerung bekommt.“
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Arne Böttger aus Wilhelmsburg | 13.04.2017 | 09:29  
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