Grillen ja, aber bitte Müll mitnehmen!

Nahezu alle Mülleimer in dem kleinen Park gegenüber der Hochhaussiedlung in Kirchdorf-Süd sind montags überfüllt. Foto: as

Anwohnerin ärgert sich über liegengebliebenen Abfall im
Kirchdorfer Park – Bezirksamt: „Die Leute sind unbelehrbar!“

Von Anna Sosnowski. In dem kleinen Park zwischen Otto-Brenner-Straße und Kirchdorfer Straße ist am Wochenende einiges los. Scheint die Sonne, packen zahlreiche Bewohner der Hochhaussiedlung Kirchdorf-Süd den Grill ein und verbringen den Tag im Park. „Sie karren Grillgut, Klapptische und Stühle im Einkaufswagen in den Park“, erzählt eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Gegen die Grillenden habe sie nichts, wohl aber gegen die Reste, die sie liegen lassen. „Am Montag ist hier alles voller Müll. Für Spaziergänger ist das nun wirklich kein schöner Anblick“, ärgert sich die Kirchdorferin, die in dem Park regelmäßig mit ihrem Hund Gassi geht. Auch im kleinen Teich ist Müll
„Es ist toll, dass unser schöner Park genutzt wird“, sagt die Anwohnerin. „Aber ich verstehe nicht, warum die Leute ihren Müll nicht mitnehmen können.“ Nach den Grillgelagen quellen die vielen Mülleimer im Park über, leere Verpackungen und allerlei Abfall bleiben auf den Grünflächen liegen oder landen in den Büschen und im kleinen Parkteich. „Vielleicht nützt es ja was, Schilder aufzustellen, auf denen steht, dass die Leute ihren Müll mitnehmen sollen“, schlägt die Kirchdorferin vor.
Das sei keine Lösung und würde sich wegen der zusätzlichen Kosten nicht lohnen, sagt Sorina Weiland, Sprecherin des zuständigen Bezirksamtes Hamburg-Mitte. Auch zusätzliche Mülleimer würden das Problem nicht lösen. „Die Leute sind teilweise unbelehrbar. Das ist ein Trauerspiel“, so Weiland.
Das Müllproblem habe man in allen Hamburger Parks. Dabei zeige die Erfahrung, dass auch Appelle an die Vernunft der Besucher nichts bringen, sagt die Sprecherin. Um der Lage Herr zu werden, ließe das Bezirksamt die Mülleimer im Park, in dem Grillen offiziell erlaubt ist, drei bis vier Mal die Woche leeren. Auch Büsche und Wiesen würden regelmäßig von Abfall befreit, so Weiland.
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