Glückstränen über Rollstuhl

Glückliche Gesichter in Abidjan: In der Hauptstadt der Elfenbeinküste verteilte Marcelline Guei Kleidung an bedürftige Frauen. (Foto: pr)

Wilhelmsburgerin unterstützt Witwen und Waisen in der Elfenbeinküste und sucht weiter Spenden für ihr Heimatland

Anna Sosnowski, Wilhelmsburg - Wie viele Menschen sie mit ihrer Hilfsaktion glücklich gemacht hat, konnte Marcelline Guei mit eigenen Augen sehen. Vor Kurzem reiste die Wilhelmsburgerin in ihr Heimatland Elfenbeinküste und verteilte dort Spenden, die sie zuvor in Hamburg gesammelt hatte – darunter Kleidung, Fernseher, Geschirr und ein Rollstuhl. „Den hat eine Frau bekommen, die nach einem Schlaganfall nicht mehr laufen kann“, erzählt die Afrikanerin, die seit zehn Jahren in Hamburg lebt. „Sie war so glücklich, dass sie geweint hat.“ Niemand in dem Dorf im Südosten des afrikanischen Landes hätte zuvor einen Rollstuhl auch nur gesehen. „Ich möchte mich bei allen Spendern bedanken!“, sagt Guei gerührt.
Schlimm sei die Situation in dem von Bürgerkriegen zermürbten Land, erzählt sie. Um den vielen Witwen und Waisen zu helfen, hat Guei vor Ort eine Hilfsorganisation gegründet. In Hamburg wird sie von einer Kirchengemeinde in Ohlsdorf unterstützt. Hier verkauft die engagierte Frau ein Mal im Monat selbstgekochtes afrikanisches Essen, um Geld für Hilfsbedürftige in der Elfenbeinküste zu sammeln. Auch die Spendenaktion läuft weiter. Guei will noch mehr Hilfsgüter nach Afrika
schicken – den Transport per Containerschiff zahlte die Altenpflegerin übrigens aus eigener Tasche.
Sachspenden lagert Marcelline Guei in ihrem Keller im Schwentnerring 11a. Wer etwas abzugeben hat, kann die Sachen dorthin bringen.
Kontakt: Tel. 0176/87 37 03 73.
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