Flucht, Asyl, Exil in der Galerie 23

Die Künstlerin Christine Waldbüsser zeigt in der Galerie 23 ihre spannenden und bei näherer Betrachtung ergreifenden „Flüchtlings-Collagen“. Foto: pr

Die Künstlerinnen Hamila Schultz und Christine
Waldbüsser laden zur Vernissage in das Atelierhaus 23

„Flucht/Asyl/Exil“ so lautet der Titel der Gemeinschaftsausstellung der Künstlerinnen Hamila Schultz und Christine Waldbüsser, die am Sonnabend, 15. November, um 15 Uhr im Aterlierhaus 23, Veringhof 23 A+B, eröffnet wird. Der Erlös aus dem Verkauf der spannenden Collagen geht an die Menschen, die bald in den neuen Flüchtlingsunterkünften in Wilhelmsburg wohnen werden.
Figuren, kurz vor dem Verschwinden
Christine Waldbüsser kennt die Themen Flucht und Vertreibung aus den Geschichten ihrer eigenen Familie. Ihre Eltern muss-ten mit ihren älteren Geschwistern 1944 aus dem damaligen Königsberg in die Lüneburger Heide fliehen. Obwohl dort geboren und aufgewachsen, verlor sie nie das Gefühl „zugezogen“ und „unerwünscht“ zu sein. Die Kunstpädagogin arbeitet seit einem Jahr an ihrem aktuellen Thema „Flüchtlings-Collagen“. Dazu sammelt sie Plakatreste, Fotos und Textausschnitte, die sie mit diversen Materialen und Fotos ergänzt, zu eindringlichen Bildern gegen das Vergessen und Wegschauen.
Auch der in Teheran geborenen Hamila Schultz ist das Thema der Gemeinschaftsausstellung vertraut. Als Kind über Frankreich nach Deutschland gekommen, studierte sie hier Medizin und ist als Kinderärztin tätig. Derzeit arbeitet sie ehrenamtlich in der „Praxis ohne Grenzen“ in Hamburg-Horn, wo Flüchtlinge und mittellose Patienten unentgeltlich behandelt werden. „Es sind bittere Momente für mich, wenn ich in die traurigen und hoffnungslosen Augen der kleinen Patienten schaue und von den Eltern den Leidensweg der Kinder erfahre“, sagt Schultz. Seit vier Jahren arbeitet die engagierte Ärztin auch als freie Künstlerin. In ihren aktuellen Bildern setzt sich sich mit der traumatischen Situation vieler Flüchtlinge auseinander, mal abstrakt, mal schemenhaft: Figuren, kurz vor dem Verschwinden.
Die Ausstellung „Flucht/Asyl/
Exil“ läuft bis einschließlich Sonnabend, 22. November. Öffnungszeiten: täglich von 12 bis 17 Uhr.
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