Einfach kein Durchkommen

Viele Falschparker am Vogelhüttendeich und Am Inselpark

Ch.v.Savigny, Wilhelmsburg
Am Vogelhüttendeich und in der Straße „Am Inselpark“ wird so wild geparkt, dass es mancherorts selbst für Fußgänger kein Durchkommen mehr gibt. Verbotsschilder sind Mangelware – oder sie werden von Autofahrern schlichtweg ignoriert. „Der Wildparkerei muss ein Riegel vorgeschoben werden“, sagt Lutz Cassel, Vorsitzender des Stadtteilbeirats. „Bezirk und Behörden tun sich schwer mit restriktiven Maßnahmen. Dabei haben wir ja richtige Parkplätze – nur werden sie kaum genutzt.“ Der Stadtteilbeirat hatte das Thema zuletzt auf seine Tagesordnung gesetzt.Hotspot Nummer eins ist die Gegend rund um die Inselparkhalle, die seit Mai dieses Jahres nach ihrem Sponsor, der Hamburger Firma Edel Optics GmbH, benannt ist. Ende 2014 wurde das Gebäude unweit des S-Bahnhofs eröffnet, mehrmals pro Woche gehen dort Veranstaltungen über die Bühne. 
Zu den Heimspielen der Hamburg Towers kommen durchschnittlich 3.000 Zuschauer. Extra dafür hat Hamburgs bekanntester Basketballclub den Parkplatz hinter der Beruflichen Schule Wilhelmsburg (BS14) angemietet (Straße: „Am Bahngraben“).
Weiterhin steht den ganzen Tag über das Parkhaus an der Neuenfelder Straße mit 350 Plätzen zur Verfügung. Jedoch sei dort so gut wie nie etwas los, sagt Cassel. „Die Einfahrt ist schlecht ausgeschildert, und vom Bahnhof aus kommt man gar nicht erst hinein.“ Den Grund dafür nennt Ingo Schwarz von der Wilhelmsburger Straßenverkehrsabteilung: „Es gibt dort eine gefährliche Kuppenlage, deshalb muss man zunächst an der Einfahrt vorbeifahren und dann wenden.“ Schwarz schlägt außerdem eine mobile Beschilderung vor, die man zu den Heimspielen der Towers einsetzen könnte. „Wir werden uns demnächst mit dem Betreiber der Halle zusammensetzen“, so Schwarz.
Ebenso ungelöst ist das Thema „Parken“ im Umfeld der Ayasofya-Moschee im Vogelhüttendeich. Zur Hauptgebetszeit am Freitagnachmittag wird selbst bis in die Grünflächen hinein geparkt. Der Polizei sind die Hände gebunden. „Für die Grünstreifen sind nicht wir, sondern der Bezirk verantwortlich“, berichtet Schwarz. „Die haben aber keine Mitarbeiter für so etwas.“ In der Regel sei das Parken auf dem Rasen deutlich teurer als das übliche „Knöllchen“ auf der Straße.
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