Eine kleine Ziege namens Pauli

Ziege Pauli ist gerade mal vier Wochen alt. Ab sofort kümmern sich die Paten Hendrik (15, li.), Dennis (13) und Vivien (11) um das jüngste Mitglied auf dem Kinderbauernhof. Foto:ast

Kinder der Wohngruppe „Die Distel“ übernehmen die Patenschaft

von ANDREA STEIN

Kein Osterlamm, sondern eine Oster-Ziege erfreut zur Zeit nicht nur die jungen Besucher des Kinderbauernhofs in Kirchdorf. Die kleine Ziege ist gerade einmal vier Wochen alt und hüpft und klettert schon herum, wie ihre großen Verwandten. „Sie ist ein Spitzensportler“, finden die Kinder und sind mächtig stolz auf ihr „Patentier“. „Wir haben sie Pauli genannt“, erklärt Vivien. Die Elfjährige lebt, wie auch ihre Freunde Hendrik (15) und Dennis (12), in der Wohngruppe „Die Distel“ in Wilhelmsburg.
Die Kinder kommen fast täglich auf den Bauernhof. „Ich helfe hier oft nach der Schule“, erklärt Hendrik. Zu seinen Aufgaben zählen Müll einsammeln und die Tiere zurück in den Stall bringen. Auch Dennis engagiert sich gerne auf dem Bauernhof: „Ich sammle die Eier ein und frage, ob ich die Tiere füttern darf.“ Für Vivien steht die kleine Pauli gerade ganz oben auf der Kuschel-Liste, aber auch die Ponys haben es ihr angetan: „Ich putze und führe Monty bei den Kindergeburtstagen“, erklärt Vivien.
Mit den Jugendlichen aus der Wohngruppe arbeitet der Bauernhof schon seit ein paar Jahren zusammen. „Die Kinder kommen rüber, um zu helfen“, sagt Gert Horn vom KiBaHo. „Außerdem bieten wir Praktika für Schüler an.“ Jetzt haben sechs Kinder der Wohngruppe eine Patenschaft übernommen. „Als die Ziege geboren wurde, rief Gerd an und fragte, wie sie heissen soll“, erklärt Vivien. „Wir haben uns für den Namen Pauli entschieden - manchmal nennen wir sie auch Pauline!“ Insgesamt sechs Kinder zahlen als Paten jetzt zusammen monatlich 3 Euro und dürfen sich um die kleine Ziege kümmern. „Es geht auch darum, Verantwortung zu übernehmen“, erklärt Gert Horn den Sinn einer Patenschaft.
Seit Anfang des Jahres hat die Idee der Tier-Patenschaft einen festen Platz im Konzept des Kinderbauernhofes: Auch Erwachsene können sich engagieren und mit einem selbst gewählten Jahresbeitrag die Arbeit der Einrichtung unterstützen. Eine Urkunde mit einem Foto und dem Namen des Tieres gibt es selbstverständlich dazu.
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