Ein Verein im Umbruch

Der Vereinsvorsitzende Gregor Waschkowski im WRC-Bootsschuppen: Südlich der Norderelbe gibt es derzeit drei Ruderclubs in der Hansestadt. Foto: cvs

Wilhelmsburger Ruderclub denkt über neues Vereinshaus nach

Ch. v. Savigny, Wilhelmsburg
In der 250 Quadratmeter großen Bootshalle des Wilhelmsburger Ruderclubs (WRC) warten rund 40 Wasserfahrzeuge auf ihren nächsten Einsatz. Vom schlanken Einer-Rennboot („Skiff“), mit dem man als Anfänger zur Freude der Mitfahrer regelmäßig umkippt, bis zum breiten „Trimmi“ ist alles dabei. Dazwischen liegt noch die Bootsklasse der „Gigs“: mittelbreite Wanderboote, von denen die meisten noch in aufwendiger Plankenbauweise hergestellt wurden. Ruderboote kosten Geld: Etwa 13.000 Euro muss man für einen Dreier-Gig mit Steuermann hinlegen, ein handelsübliches Skiff hingegen ist schon ab 2.500 Euro erhältlich.Jetzt, im Winter, ist auf dem Gelände des WRC am Vogelhüttendeich wenig los. Während in der wärmeren Jahreszeit dreimal wöchentlich gemeinsam gerudert wird, ist dies zwischen November und April nur einmal – nämlich sonntags – der Fall. An sich läuft es gut für den Club: Derzeit hat man rund 140 Mitglieder, Tendenz steigend. „Es werden immer mehr, die mit dem Training anfangen wollen“, sagt Vereins-chef Gregor Waschkowski. Seinen Neumitgliedern bietet der WRC jeweils im Frühjahr und Herbst Anfängerkurse an. Das Ruderrevier umfasst mit dem Aßmann-, dem Ernst-August- und dem Jaffe-Davids-Kanal etwa 13 Kilometer Wasserläufe.
Aktuell stehen einschneidende Veränderungen ins Haus: Unter dem Namen „Elbinselquartier“ sollen ab etwa 2020 im Norden des Stadtteils rund 2.000 Wohnungen entstehen. Ein Teil des WRC-Grundstücks wird für eine Fußgängerbrücke benötigt, die künftig die „Sichtachse Mannesallee“ über den Aßmannkanal hinweg verlängern soll.
Der Verein bekommt dafür ein neues Areal am Vogelhüttendeich zugeschlagen. Problem Nummer eins ist das Vereinshaus: „Es könnte zwar stehenbleiben, ist allerdings sehr sanierungsbedürftig“, sagt Waschkowski. Das Anfang der 1960er Jahre errichtete Gebäude ist an allen Ecken und Enden marode: löchriges Dach, fehlende Barrierefreiheit, kaum Isolierung – die Energiekosten sind laut Vereinsführung immens.
Problem Nummer zwei: „Wir haben so gut wie keine Eigenmittel“, erklärt der Vereinschef. Das Vorhaben für die nächsten paar Jahre lautet nun erst einmal: Werbung machen, Geldgeber finden. Im Februar will die Jahreshauptversammlung über das „Zukunftskonzept“ des WRC abstimmen..
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